Ob krumm oder gerade: Gurken haben viele Vitamine und wenig Kalorien. © Patrick Pleul, dpa
Instagram und TikTok sind immer wieder Motor für exotische Food-Trends. Oft stehen Zutaten aus fernen Ländern wie grünes Matchapulver oder die lilafarbene Ube-Wurzel im Mittelpunkt. Doch nun erlebt ausgerechnet die Gurke einen Aufschwung in den Sozialen Medien. Besonders beliebt ist der sogenannte Smashed Cucumber Salad. Dabei werden Gurken längs geviertelt und mit der flachen Seite des Messers oder einem Nudelholz leicht zerdrückt, sodass sie Flüssigkeit verlieren bzw. Soßen besser aufnehmen können. Die gequetschten Gurken schneidet man in mundgerechte Stücke. Mit einem Dressing aus Sojasauce, Reisessig, Sesamöl, Knoblauch, Zucker und etwas Chili entsteht in wenigen Minuten ein aromatischer Salat.
Ebenso empfehlenswert sind Kombinationen mit Naturjoghurt, frischen Kräutern und gerösteten Kernen oder sommerliche Varianten mit Tomaten, Feta und Minze, Petersilie oder Koriander. Auch als Getränk überzeugt das Gemüse: In dünne Scheiben geschnittene Gurke ergibt zusammen mit Mineralwasser, Zitronensaft, etwas Honig und frischer Minze eine erfrischende, kalorienarme Alternative zu zuckerreichen Softdrinks.
Gerade im Sommer spricht viel für den Gurkentrend: Das Gemüse ist jetzt besonders frisch und klimafreundlich aus regionaler Erzeugung erhältlich. Das Angebot umfasst neben den langen Salat- oder Schlangengurken auch die etwas kürzeren und mit festerer Schale ausgestatteten Landgurken. Sie sind speziell für den Anbau im Freiland gezüchtet – je nach Anbaugebiet und Erntezeit verbringen aber auch sie einen Teil ihrer Wachstumszeit geschützt in Folientunneln.
Immer beliebter werden die kleinen Snackgurken. Sie haben eine dünnere Schale und nur sehr wenig Bitterstoffe. Diese sogenannten Cucurbitacine wurden den meisten Gurkensorten größtenteils weggezüchtet. Hin und wieder schmecken die Gurkenenden bitter, auch Trockenstress kann bei Gurkenpflanzen zu einer vermehrten Bildung führen. Solche bitteren Gurken isst man besser nicht, sonst drohen empfindlichen Mägen Verdauungsprobleme.
Ansonsten sind Gurken sehr gesund: Dank ihres hohen Wassergehalts haben sie nur 12 Kalorien pro 100 Gramm. Vitamine und Mineralstoffe befinden sich vor allem in der Schale – deshalb die Gurken gründlich waschen, aber besser nicht schälen. Der Umwelt zuliebe kauft man Gurken möglichst ohne Plastikverpackung. Zu Hause mag es die Gurke kühl, aber nicht zu kalt. Das Gemüsefach im Kühlschrank ist daher nicht optimal, aber ohne kühlen Keller ein akzeptabler Kompromiss für ein paar Tage.