Die Bundesbank zeigt gefälschte 20-Euro- und 50-Euro-Geldscheine. © dpa
Der Abwärtstrend bei den Falschgeldzahlen in Deutschland hat sich fortgesetzt. Rund 30.000 gefälschte Euro-Banknoten zogen Polizei, Handel und Banken aus dem Verkehr, wie die Bundesbank mitteilte. Im ersten Halbjahr 2025 waren es noch 36.610, in der zweiten Jahreshälfte des vergangenen Jahres 31.353. Im Gesamtjahr 2025 waren die Falschgeldzahlen nach zuvor drei Jahren mit teils sprunghaftem Anstieg erstmals wieder gesunken. „Es gibt in Deutschland wenig Falschgeld“, bilanzierte Bundesbank-Vorstand Lutz Lienenkämper. Hierzulande Falschgeld untergejubelt zu bekommen, ist vergleichsweise unwahrscheinlich, rein rechnerisch entfallen auf Basis der jüngsten Zahlen im Jahr sieben falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner. Doch es gelingt es Kriminellen immer wieder, Blüten unters Volk zu bringen. Im ersten Halbjahr entstand dadurch ein Schaden von 1,75 Millionen Euro. Zuletzt waren nach Angaben der Bundesbank vermehrt falsche 100-Euro-Banknoten im Umlauf: 5.043 wurden im ersten Halbjahr entdeckt und damit 61 Prozent mehr als in den sechs Monaten zuvor. Weil viele Geschäfte 100- und 200-Euro-Scheine gar nicht annehmen oder diese zumindest genau prüfen, bevor sie in der Kasse landen, setzen Fälscher vor allem auf 20- und 50-Euro-Scheine.