IN KÜRZE

von Redaktion

Wegen der Hitze sind die Erträge um ein Drittel gesunken. © Harald Schneider/dpa

Wer Fieber hat, dem kann eine Übergabe nicht zugemutet werden. © Smarterpix

Ist eine Übergabe bei Krankschreibung Pflicht?

München – Krankheit kommt meist überraschend – und immer dann, wenn man sie nicht brauchen kann. Damit die Kollegen in dem Fall übernehmen können, hilft es, wenn eine Übergabe stattfindet. Aber kann der Chef einfordern, dass man die vom Krankenbett aus macht? „Wenn eine Übergabe dem betreffenden Arbeitnehmer gesundheitlich möglich ist, dann kann der Arbeitgeber sicherlich eine verlangen“, erklärt Johannes Schipp, Fachanwalt für Arbeitsrecht. Ein Beispiel: Liegt der Erkrankte mit Fieber im Bett, wäre eine Übergabe nicht zumutbar. Von einem Arbeitnehmer etwa mit einem gebrochenen Arm kann sie hingegen verlangt werden. Es muss allerdings immer im Einzelfall entschieden werden, ob eine Übergabe zumutbar ist. Auch wenn grundsätzlich leichte Übergabehandlungen verlangt werden können, sofern sie gesundheitlich zumutbar sind, dürfen sie nicht zu umfangreich werden. Dadurch werden komplizierte oder mehrstündige Prozesse ausgeschlossen. Arbeitsunfähige Arbeitnehmer müssen all das nicht tun, was ihre Genesung beeinträchtigen könnte, so der Fachanwalt. So müssen die Krankgeschriebenen, auch wenn aufgefordert, etwa keine umfangreiche schriftliche Dokumentation erstellen oder an Videokonferenzen teilnehmen.

Hohe Ernteausfälle in Österreich

Wien – Die wochenlange Dürre mit Rekordhitze hat in Österreich in der Landwirtschaft zu einem Gesamtschaden von rund einer Milliarde Euro geführt. Das teilte die Österreichische Hagelversicherung als Agrar-Spezialversicherer mit. Der Betrag könnte noch steigen, wenn die Dürre über die Monatsmitte hinaus anhalte, hieß es. Die jetzige Situation sei einmalig, sagte der Chef der Versicherung, Kurt Weinberger. „Wir haben ein Niederschlagsdefizit wie noch nie, wir haben Hitzetage wie noch nie, und wir haben Rekordtemperaturen wie noch nie.“

Es sei mit Ernteausfällen von durchschnittlich rund 30 Prozent zu rechnen. Besonders betroffen sei das Grünland. Bauern mussten aus Futtermangel ihre Rinder zur Notschlachtung bringen, sagte Weinberger. Aber auch bei Mais, Soja und Getreide sei mit erheblichen Ernteausfällen zu rechnen. Immerhin seien im Durchschnitt 60 Prozent der Flächen gegen solche Schäden versichert. Die Entwicklung sei ein bedrohliches Zeichen für die heimische Lebensmittelversorgung.

Artikel 2 von 6