Aktivrentner sollten Finanzamt informieren

von Redaktion

Die Aktivrente wird laut dem Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) gut genutzt: Wer nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeitet, kann seit Jahresbeginn bis zu 2000 Euro monatlich steuerfrei verdienen. Nun kann es sein, dass jemand schon vorher bei gleichzeitigem Rentenbezug weitergearbeitet und vom Finanzamt Einkommensteuervorauszahlungen festgesetzt bekommen hat.

Neuen Bescheid beantragen

Dann sollte man einen neuen Einkommensteuervorauszahlungsbescheid beantragen, rät der BVL. Denn die Finanzämter ändern den Bescheid nicht automatisch, wenn jetzt jemand unter die Aktivrentenregelung fällt. Sondern er gilt so lange, bis ein neuer Bescheid erlassen wird, das ist in der Regel beim nächsten Steuerbescheid der Fall. Oder aber, wenn der oder die Steuerpflichtige das gesondert beantragt.

Ist die Aktivrente bei den Vorauszahlungen noch nicht berücksichtigt, zahlen Rentner womöglich zu viel ans Finanzamt. Zwar gehen solche Beträge nicht verloren – sie werden den Steuerpflichtigen mit der abschließenden Bearbeitung der Einkommensteuererklärung 2026 erstattet. Das passiert aber erst 2027. Wer dagegen direkt einen neuen Einkommensteuervorauszahlungsbescheid beantragt, zahlt jetzt schon bei den quartalsweisen Vorauszahlungen weniger. Das Geld steht also schon früher zur Verfügung.

Artikel 10 von 10