„Kein normales Urlaubsjahr“

von Redaktion

Zuletzt blieben viele Liegen frei in Urlaubszielen in der Golfregion. Doch Tui will Reisen nach Dubai ab September wieder anbieten. © Rainer Mirau/Imago

Hannover – Der Iran-Krieg und seine Folgen treiben die Kunden des Reisekonzerns Tui weiter zum Buchen auf den letzten Drücker. So lag der gebuchte Umsatz für die wichtige Sommersaison zuletzt noch sechs Prozent niedriger als im Vorjahr. In den letzten vier Wochen zogen die Buchungen aber an, wie der Konzern in Hannover mitteilte. „2026 ist kein normales Jahr“, sagte Vorstandschef Sebastian Ebel. Für das Geschäftsjahr bis Ende September wagt er weiterhin keine Umsatzprognose, hält aber an seinem Ziel fest, einen bereinigten operativen Gewinn von 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro zu erreichen.

Im dritten Geschäftsquartal bis Ende Juni zählte Tui 9,9 Millionen Kunden und damit drei Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Umsatz sank um sechs Prozent auf 5,8 Milliarden Euro, und der um Sonderposten bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern ging um 27 Prozent auf rund 234 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich entfiel auf die Aktionäre mit knapp 83 Millionen Euro sogar weniger als halb so viel Gewinn wie ein Jahr zuvor.

Ein wiederaufflammendes Interesse verzeichnete der Konzern zuletzt an Reisezielen im östlichen Mittelmeerraum. Ab September will Tui zudem wieder Reisen nach Dubai in der Golfregion anbieten, auch wenn Ebel damit rechnet, dass die Nachfrage vorerst gering bleiben werde.AFP

Artikel 3 von 10