Heizöl wird wieder teurer. © IMAGO
Angesichts der fortdauernden Sperrung der Straße von Hormus und dem nahenden Herbst glauben Experten nicht mehr an sinkende Heizölpreise: „Im Sommer wurde fast kein Öl gekauft, wir haben einen immensen Bevorratungsstau“, warnt Oliver Klapschus, Chef des Vergleichsportals Heizoel24. „Gleichzeitig ist die Lage in Nahost ist festgefressen.“ Dabei sei Brennstoff in Bayern noch preiswert: „In Bayern ist Heizöl mit 1,29 Euro vergleichsweise günstig. In Hamburg sind es 1,40.“ Beides sei nicht attraktiv, doch Klapschus fürchtet steigende Preise: „Wenn ich Öl zu diesem Preis bekomme, würde ich jetzt einen halben Tank auffüllen. Es ist absehbar, dass das Gewitter im September über uns hineinbricht“.
Denn wenn die Kälte kommt, müssen die Haushalte kaufen – egal was Heizöl dann kostet. „Der Herbst wird richtig eklig“, warnt der Experte. Nach der Kaufwelle sei dann eine Entspannung im Winter möglich: „Um die Weihnachtszeit oder im Januar könnten die Preise wieder sinken.“ Die oben genannten Preise gelten für eine Lieferung von 3000 Litern. Je nach Wohnort und Liefervolumen schwanken die Preise. Je mehr Verbraucher bestellen, desto günstiger meist.MAS