Kein Frieden am Golf: Tanken wird noch teurer. © dpa
Ein dauerhafter Frieden oder eine Öffnung der Straße von Hormus sind erneut in weite Ferne gerückt. US-Präsident Donald Trump will die Führung in Teheran mit einem wirtschaftlichen „D-Day“ zu Zugeständnissen bewegen. Viele Details seiner Initiative bleiben unklar. Allerdings sind am Ölmarkt und damit auch an den Tankstellen in Deutschland die Folgen bereits zu spüren. Rohöl der Referenzsorte Brent legt seit Anfang August kontinuierlich zu. Zuletzt kostete ein Barrel wieder rund 94 Dollar. Vor dem Krieg waren es noch rund 20 Dollar weniger pro Fass. Der ADAC rechnet zwar nicht mit einer physischen Knappheit – allerdings könnte es für Autofahrer teuer werden. „Treffen eine ohnehin angespannte Dieselversorgung, eine steigende saisonale Nachfrage und die Umstellung auf Winterqualität zusammen, können sich die Preise deutlich erhöhen.“ „Nach aktuellem Stand zeichnet sich ab, dass 2026 das bislang teuerste Tankjahr überhaupt werden könnte und damit den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2022 übertreffen würde“, teilte der ADAC weiter mit. Auch in den vergangenen Tagen und Wochen ging es bei den Spritpreisen bergauf, besonders bei Diesel. Sein Durchschnittspreis lag am Freitag laut ADAC bei rund 2,27 Euro pro Liter. Bei Super E10 lag der Durchschnittspreis sogar bei 2,16 Euro pro Liter – nur noch vier Cent unter seinem Allzeithoch von vergangenem März.