ChatGPT führt Werbebanner ein

von Redaktion

ChatGPT will Werbung zeigen. Das Premium-Angebot gibt es ab 23 Euro. © Hendrik Schmidt

Wer in Deutschland den Chatbot ChatGPT in der kostenfreien oder der günstigsten Version Go nutzt, bekommt seit gestern Werbung angezeigt. Das US-Unternehmen OpenAI hatte das vor einigen Tagen angekündigt. Das Unternehmen sucht schon seit Längerem nach Möglichkeiten, mit dem Chatbot Geld zu verdienen; in den USA wird bereits seit Anfang des Jahres Werbung eingebaut.

Chatbots beantworten Fragen und erstellen Texte. OpenAI betonte, dass Anzeigen und Werbetreibende keinen Einfluss auf die Antworten von ChatGPT hätten. Werbung wird demnach unterhalb einer Antwort angezeigt und als „gesponsert“ gekennzeichnet. Wer keine Werbung sehen möchte, muss mindestens ein „Plus“-Abo abschließen. Kostenpunkt: 23 Euro im Monat. Dafür verspricht OpenAI Zugriff auf fortgeschrittene Denkprozesse, „komplexere und präzisere Bilderstellung“ sowie „erweiterten Zugriff auf ChatGPT Work auf Desktop, Web und Mobilgeräten“.

Das Sprachmodell Vibe von Europas KI-Hoffnung Mistral kostet rund 13 Euro im Monat, Programmierfunktionen inklusive. Aber: „Bei der allgemeinen Modellleistung kann Mistral derzeit bei Weitem nicht mit den führenden Frontier-Modellen aus den USA und China mithalten“, erklärt Hartmut Gieselmann vom Fachmagazin „c´t“. Mistral konzentriere sich deshalb zunehmend auf Unternehmenskunden wie BMW, Airbus und ASML. Was sowohl für Verbraucher und Unternehmen spannend sein kann: „Beim Datenschutz hat Mistral gegenüber vielen US-Anbietern einen wichtigen Vorteil: Nach Angaben des Unternehmens werden Kundendaten standardmäßig innerhalb der Europäischen Union gehostet.“ Damit unterliegen die Daten EU-Datenschutz-Recht. Nur bei einigen Funktionen würden Daten außerhalb der EU verarbeitet.

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