Chinas BYD dominiert bei Plug-in-Hybriden

von Redaktion

Peking – Der chinesische Autobauer BYD verschärft nach Einschätzung von Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer den Preiswettbewerb bei Plug-in-Hybriden in Deutschland. „BYD übt dabei gleich doppelten Preisdruck aus. Einerseits durch niedrige Listenpreise und zum zweiten durch die höchsten Rabatte“, schreibt Dudenhöffer in einer regelmäßigen Marktstudie des privaten „Center Automotive Research (CAR)“. Fahrzeuge mit Plug-in-Hybrid haben sowohl einen Verbrennungs- als auch einen Elektromotor.

Dudenhöffer deutet das als Import des „Preiskriegs aus China“. Dort herrscht aufgrund der geringen Nachfrage seit einiger Zeit ein harter Rabattwettbewerb. BYD habe im ersten Halbjahr 2026 gut eine Million Fahrzeuge verkauft – und damit rund 40 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. „Die schlechten Verkäufe in China belasten, gleichzeitig öffnet BYD die Schleusen für erhebliche Exporte.“

Mittlerweile belege der Hersteller bei Neuzulassungen von Plug-in-Hybriden Spitzenpositionen in Deutschland. Im Juli erreichte BYD beim Marktanteil in diesem Segment demnach 10,7 Prozent – und damit Platz 4. Im Mai erzielte der Konzern bei den Zulassungen zwischenzeitlich sogar den ersten Platz – vor VW, Audi, BMW und Mercedes-Benz.

Bei den 15 meistverkauften Plug-in-Hybriden wurden im August demzufolge im Schnitt knapp 20 Prozent Nachlass auf den Listenpreis gewährt. Bei den zwei BYD-Modellen im Ranking mussten Autokäufer aber noch weniger bezahlen: Die Rabatte betrugen 27,5 beziehungsweise 31,8 Prozent. Zum Vergleich: Im März betrugen die Durchschnittsrabatte auf Hybride noch 18,2 Prozent. Die Angaben beruhen unter anderem auf Recherchen des Instituts bei Internetvermittlern beim Kraftfahrt-Bundesamt.

Die deutlich gestiegenen Importe haben auch Europa auf den Plan gerufen: Derzeit arbeiter das EU-Parlament an Schutzzöllen für Plug-in-Hybride. Diese gelten bereits seit Mitte 2024 für reine E-Autos aus der Volksrepublik. Der Vorwurf waren seinerzeit unerlaubte Industriesubventionen seitens Pekings. Gleichzeitig will Europa einen strafzollfreien Pkw-Markt mit den Ländern Großbritannien, Südkorea und Japan schaffen.DPA/MAS

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