Klimawandel: Brandenburg setzt auf Safran

von Redaktion

Safran ist als das teuerste Gewürz der Welt bekannt. © dpa

Angesichts des Klimawandels experimentiert Brandenburg mit dem Anbau von Safran. Im Projekt «Seenland-Safran» werde der Anbau der Knollen-Pflanze auf den sandigen Böden der Lausitz erprobt, teilte Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt (SPD) mit. „Safran-Anbau ist in Deutschland noch eine seltene Nischenproduktion.“ Die Klimaveränderungen bei uns und in den klassischen Anbaugebieten in Iran, Afghanistan und am Mittelmeer könnten aber dazu führen, dass sich das in den kommenden Jahren ändere.

Safran zählt zu den wertvollsten Gewürzen der Welt. Für ein Kilogramm Safran benötigt man laut Ministerium etwa 150.000 bis 200.000 Blüten und damit etwa ein Hektar Anbaufläche. Im Oderbruch begannen im Jahr 2018 Versuchsflächen für die ersten Krokusknollen – hier liegt das nördlichste Anbaugebiet Deutschlands. Auch in anderen deutschen Regionen wird Safran angebaut, unter anderem in Thüringen, der Pfalz und Sachsen.

Safran habe durchaus Potenzial, findet die Ministerin: „Brandenburg bietet zahlreiche Absatzmöglichkeiten für regionale Safranprodukte: von der Edelgastronomie im Großraum Berlin bis in die ländliche Spezialitätenküche.“ Auch neue Produkte wie Safran-Eis, Safran-Marmelade und Safran-Öle kann sie sich vorstellen.

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