Jede zehnte Zigarette illegal
Straßburg – Der Europäische Rechnungshof hat vor einem „ernsten Problem“ mit dem illegalen Tabakhandel gewarnt. „Fast jede zehnte Zigarette auf dem EU-Markt wird illegal hergestellt oder geschmuggelt“, urteilten die Prüfer des Rechnungshofs. Sie verwiesen auf illegale Fabriken, die Behörden in „fast allen Mitgliedstaaten“ entdeckt hätten. Darunter war eine Fabrik in Belgien, wo pro Stunde eine Million Zigaretten hergestellt werden konnten. Im Mai hatte der deutsche Zoll eine illegale Tabakfabrik in Rheinland-Pfalz ausgehoben.
Digitale Brieftasche sorgt für Ängste
Berlin – Die Einführung einer digitalen Brieftasche, die sogenannte EUDI-Wallet, ist ein wichtiges Projekt von Digitalminister Karsten Wildberger (CDU). Einer Umfrage im Auftrag des Digitaldienstleisters IDnow zufolge ist für die Verbraucher die Sicherheit bei der Nutzung dieses Angebots entscheidend. Ein Großteil der Befragten äußerte demnach die Sorge vor Hacking oder Datendiebstahl, vor betrügerischer Nutzung der digitalen Brieftasche oder davor, dass Unternehmen darüber zu viele Daten sammeln könnten.
Ikea gewinnt Streit mit rechter Partei
Luxemburg – Im Markenstreit zwischen Ikea und einer belgischen politischen Partei hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) zugunsten des Möbelhändlers entschieden. Einen Plan zur Asylpolitik mit „IKEA“ abzukürzen, kann der Wertschätzung der Marke und damit dem Interesse von Ikea schaden, wie der EuGH entschied (Az. C-298/23). Die rechtsextreme flämische Partei Vlaams Belang hatte die Kampagne 2022 vorgestellt. Sie hieß „Immigratie Kan Echt Anders“, übersetzt „Einwanderung kann wirklich anders funktionieren“, und wurde als „IKEA-Plan“ bezeichnet.
Leica rutscht ins Umsatzminus
Wetzlar – Der Kamerahersteller Leica hat in einem schwierigen Marktumfeld erstmals seit Jahren einen Umsatzrückgang verbucht. In dem Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr gaben die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent auf 573 Millionen Euro nach, wie das Unternehmen mitteilte. Unter dem Strich schrieb Leica schwarze Zahlen.
Milliarden für Start-up Mistral
Paris – Im globalen Wettlauf um die Vorherrschaft bei Künstlicher Intelligenz legt Europa nach – zumindest ein wenig: Das französische KI-Start-up Mistral hat sich in einer neuen Finanzierungsrunde drei Milliarden Euro gesichert. Durch die sogenannte Series-D-Runde steigt die Bewertung des erst vor drei Jahren gegründeten Unternehmens auf über 21 Milliarden Euro – die bislang größte Eigenkapitalfinanzierung eines europäischen Technologieunternehmens überhaupt.