Vodafone darf Preise nicht einfach erhöhen
Luxemburg – Vodafone hat im Streit um eine Klausel in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen vor dem Gerichtshof der Europäischen Union einen Dämpfer erlitten. Nach EU-Regeln hätten Anbieter kein automatisches Recht darauf, ihre Vertragsbedingungen einseitig zu ändern, stellten die Richter klar. Die Entscheidung ist auch relevant für eine laufende Sammelklage gegen Vodafone, bei der mehr als 100.000 Menschen mitmachen. Sie wehren sich gegen eine Preiserhöhung durch Vodafone für Festnetz-Internet im Jahr 2023.
Streit um Daten der Schufa landet vor Gericht
Wien – Der Streit um die massenhafte Speicherung alter Verbraucherdaten bei der Auskunftei Schufa dürfte vor Gericht gehen: Die Schufa erklärte am Donnerstag, sie weise die Vorwürfe der europäischen Datenschutzorganisation Noyb „entschieden“ zurück und weigere sich, bis zum 9. September geforderte Unterlassungserklärungen abzugeben. Noyb, das der Schufa vorwirft, eine „Schattendatenbank“ zu unterhalten, teilte daraufhin in Wien mit, eine Unterlassungsklage sei nun „sicher“.
Arbeitnehmer besorgt wegen hoher Kosten
Berlin – Knapp zwei Wochen vor ihrer Forderung für die diesjährige Tarifrunde hat die IG Metall die Ergebnisse einer Umfrage unter Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie vorgelegt. Demnach sorgen sich die Arbeitnehmer vor allem wegen der gestiegenen Kosten für Lebenshaltung (68,9 Prozent) und Gesundheit (58,5 Prozent). Mehr als die Hälfte der Beschäftigten bewegt die Sicherheit des persönlichen Arbeitsplatzes (56,3 Prozent) beziehungsweise die Zukunft des Betriebs (56,7 Prozent).
Sparplan soll VW 16 Milliarden Euro kosten
Wolfsburg – Volkswagen kalkuliert offenbar mit Kosten von bis zu 16 Milliarden Euro für den Abbau zehntausender Stellen und mögliche Werksschließungen in Deutschland. Mit bis zu zehn Milliarden Euro rechnet VW allein für den geplanten Stellenabbau bis 2030, wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ unter Berufung auf den Aufsichtsratsbeschluss aus der vergangenen Woche und weitere interne Dokumente berichtet. Das Geld sei unter anderem für Altersteilzeit, Abfindungen und Sozialpläne vorgesehen. Für eine mögliche Einstellung der Autoproduktion in Emden und Zwickau 2031 veranschlagt das Management um VW-Chef Oliver Blume dem Bericht zufolge insgesamt rund zwei Milliarden Euro. Für das Nutzfahrzeugwerk in Hannover und den Audi-Standort Neckarsulm, denen 2032 beziehungsweise 2034 das Ende droht, kalkuliere Volkswagen jeweils mit etwa zwei Milliarden Euro. Schon Anfang 2037 hätten unter anderem die gesparten Gehälter diese Kosten aber ausgeglichen. Ein VW-Sprecher wollte die Zahlen nicht kommentieren.