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Zwetschgen: Reif zeigt Frische an

von Redaktion

Zwetschgen sind länglich, der Kern löst sich leicht. Der weißliche Film schützt die Frucht. © Fotos: Smarterpix

Der Hitzesommer hat die Zwetschgen dieses Jahr früh reifen lassen. Die Trockenheit stellt die Obstbauern vor große Herausforderungen, dennoch sind die Ernteprognosen für Zwetschgen im süddeutschen Raum recht gut. Als Verbraucher sieht man das an den Steigen voll mit frischen, prallen Zwetschgen, die derzeit in vielen Supermärkten zu finden sind.

Ein sicheres Zeichen von Frische ist der weißliche Reif, auch Duftfilm genannt, der die Früchte wie eine natürliche Schutzschicht überzieht. Deshalb sollte man Zwetschgen auch erst unmittelbar vor Verzehr oder Weiterverarbeitung waschen.

Die Zwetschge ist eine Unterart der Pflaume und eignet sich optimal für Blechkuchen: Zum einen lässt sich der Kern leicht vom Fleisch ablösen, zum anderen zerfällt das feste Fruchtfleisch auch in der Hitze des Backofens nicht. Pflaumen sind in der Regel größer und runder als die länglichen Zwetschgen und schmecken süßer. Sie haben ein sehr weiches Fruchtfleisch, das sich nur schwer entsteinen lässt. Anders als bei Zwetschgen gibt es bei Pflaumen mehr Farbvariationen – von blauviolett bis rot, grün oder gelb. Das ist sortenspezifisch und sagt nichts über Reife oder Geschmack aus.

Als besonders fein im Aroma gelten die grünlichen, saftig-süßen Renekloden, benannt nach der französischen Königin Claudia („Reine Claude“). Die kleinsten Vertreter unter den Pflaumen sind die Mirabellen. Die hellen runden Früchte sind nur etwa kirschgroß. Das Fruchtfleisch ist fest und bei vollreifen Früchten sehr süß, was sie zu einem richtigen Naschobst macht. Der Stein löst sich gut. Wie Zwetschgen eignen sich Mirabellen daher auch gut als Kuchenbelag, für Kompott und Konfitüre.

Entsteinte Mirabellen und andere Pflaumen lassen sich auch gut einfrieren. Pflaumen liefern einen wertvollen Mix an Mineralstoffen und Vitaminen, darunter Eisen, Magnesium, Zink, Vitamin C und Betacarotin. Bekannt sind sie auch für ihre verdauungsfördernde Wirkung. Dafür sind die Ballaststoffe Pektin und Cellulose verantwortlich.

Die Süße stammt vom Fruchtzucker, der gleichzeitig Energie liefert. 100 Gramm frische Pflaumen enthalten etwa 45 Kilokalorien – bei Trockenpflaumen ist es etwa das Fünffache.

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