Konzertgenuss und Opernglück

von Redaktion

Bilanz der 52. Sommerkonzerte und der dritten Opernfestspiele auf Schloss Amerang

Amerang – „Leichtigkeit und Lebensfreude“, so lautete die Überschrift einer Konzertkritik in den OVB-Heimatzeitungen und das gilt stellvertretend für fast alle Sommerkonzerte und Opernaufführungen in diesem Sommer auf Schloss Amerang. Das Publikum erlebte die Aufführungen im festlich illuminierten Renaissance-Arkadenhof.

Jetzt zog Schlossherr und Veranstalter Ortholf Freiherr von Crailsheim Bilanz der 52. Sommerkonzerte und der dritten Opernfestspiele auf Schloss Amerang,. An den insgesamt 32 musikalischen Abenden vom 30. Juni bis 12. August zählte er rund 9000 Besucher. „Wir hatten zahlreiche ausverkaufte Abende, allen voran unsere Opern“, berichtete Ortholf von Crailsheim. Die packende Eigeninszenierung von Bizets „Carmen“ habe die Zuschauer immer wieder zu Zwischenapplaus und am Schluss zu Ovationen hingerissen.

Bei der zweiten neuen Oper dieses Jahr, „Der Barbier von Sevilla“ von Rossini hätten die Zuschauer viel zu lachen und große Unterhaltung bekommen. Die Wiederaufnahmen, Mozarts „Zauberflöte“ und Verdis „Rigoletto“, habe ebenfalls ein treues Publikum gefunden, weil die Inszenierungen auf Schloss Amerang sich immer am Originalwerk orientieren, so der Schlossherr.

Auch der Galaabend mit Opernstar Grace Bumbry sei war ein sehr großer Erfolg gewesen. „Unsere Schirmherrin zeigte sich begeistert von unserem Festival“, freute sich Ortholf von Crailsheim. „Neues Publikum konnte hinzugewonnen werden. Wir wollen ja junge Talente fördern und junges Publikum inspirieren. Unser Ziel ist es, die Oper für den Besucher nahbar und unmittelbar zu machen.“

Filmmusik und Frauen-Power

Ein Höhepunkte der Konzerte war für Ortholf von Crailsheim der Auftritt von Martina Eisenreich, die als Komponistin für Film- und Fernsehmusik so gefragt ist, dass Live-Auftritte rar sind. Umso mehr wurde sie zusammen mit ihrem kongenialen musikalischen Partner, Perkussionist und Klangzauberer Wolfgang Lohmeier, auf Schloss Amerang gefeiert.

Frauen-Power gab es auch mit den Vienna-Swing-Sisters und der Lungau-BigBand, die mit raffinierten Arrangements, mitreißenden Tanznummern und einfühlsamen Balladen den Besuchern ein „stimmiges und abwechslungsreiches Hörerlebnis“ bescherten, wie der OVB-Kritiker schrieb.

Einen herausragenden Abend bescherte die Musicbanda Franui den Musik-Enthusiasten, die erlebten, wie Trauermärsche, schnell und virtuos gespielt, sich zu Polkas verwandelten.

Und was war der Lieblingsabend des Veranstalters? „Der ruhige Abend mit dem Gitarristen Estas Tonné, der das Publikum ohne Pause fesselte, hat mich schon sehr beeindruckt“, antwortet Ortholf von Crailsheim. „Wir wollen ja immer wieder Ausnahmekünstler wie Uwaga oder eben Estas Tonné unterstützen.“

Einen festen Platz hat die klassische Volksmusik auf Schloss Amerang. So feierte das Ensemble von Hans Berger sein 30-jähriges Bühnenjubiläum auf Schloss Amerang, und an das Tobi Reiser-Ensemble wurde mit der Premiere des neuen Radauer Ensembles von Josef Radauer erinnert.

„Ein absoluter Liebling von mir ist Schauspieler Max Müller, der als ausgebildeter Sänger diesmal ein im wahrsten Sinne des Wortes tierisches Programm bot“, schwärmt Ortholf von Crailsheim vom Auftritt des „Rosenheim-Cop“.

Ortholf von Crailsheim stand zum Abschluss der 52. Sommerkonzerte und der dritten Opernfestspiele Schloss Amerang dieses Jahr als Akteur selbst auf der Bühne. Er las Liebesbriefe von Heine, Mozart und Tschaikowski, während seine Frau Giulia von Crailsheim Briefe auswählte, die Charlotte von Lengefeld an Schiller und Germaine de Staël an ihren Liebhaber geschrieben hatten. Dazu sangen die Opernsänger dieser Saison die schönsten Duette und Arien und sorgten so für einen heiteren und viel bejubelten Ausklang. hr

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