Berlin – Die in dreijähriger „Puzzle-Arbeit“ rekonstruierte letzte Oper von Ditters von Dittersdorf „Die lustigen Weiber aus Windsor“, die 2012 im Rosenheimer Ballhaus nach über 200 Jahren wieder aufgeführt wurde, erlebte eine witzig-freche Neuinszenierung in Berlin.
Das Ensemble der Sommeroper Festival Schloss Britz griff auf die Bearbeitung des Halfingers Georg Hermansdorfer zurück. In mehr als 2400 Stunden hatte er das Aufführungsmaterial restauriert und die Oper wieder spielbar gemacht. . Wie sein Rosenheimer Ensemble „Erlesene Oper e.V.“ beleben die Berliner Musiker unbekannte und vergessene Opern, mit der Besonderheit, dass irgendein Bezug zu Wolfgang Amadeus Mozart vorhanden sein muss. In diesem Fall war dieser Bezug sehr leicht zu finden. Der damals fast beliebtere Dittersdorf zählte zu Mozarts Freunden und Streichquartettpartnern.
Die Berliner Operntruppe unter der musikalischen Leitung von Stefan R. Kelber präsentierte das Werk in einer Inszenierung von Tatjana Rese frech und sehr lebendig in leicht reduzierter instrumentaler und vokaler Besetzung. Das Orchester spielte zupackend, die Solisten überzeugten sowohl spielerisch wie sängerisch.
Weitere Aufführungen sind am kommenden Wochenende. Näheres dazu ist im Internet zu finden unter www.festival-schloss-britz.de. re