Prutting – „Festliche Kirchenmusik des Barocks“ hatte das Konzert in der Reihe „Musiksommer zwischen Inn und Salzach“ in der Pfarrkirche Prutting versprochen und festlich war’s, mit Musik vornehmlich von Händel und Bach und mit ein bisschen Buxtehude. Felix Spreng fungierte als Dirigent und Organist und leitete Kirchenchor und Kirchenorchester Prutting-Schwabering.
Dieser vereinigte Kirchenchor sang mit mutigem Eifer, entschlossenem Zugriff und geschlossenem Chorklang die Kantate „Alles, was ihr tut“ von Dietrich Buxtehude. Begonnen hatte das Konzert ganz festlich mit der festlichsten aller Festmusiken, mit Händels „Feuerwerksmusik“. Man hätte sich es noch etwas rhythmisch markierter vorstellen können, aber alles klang rund und prächtig, die Terrassendynamik war ab-, der Unterschied von Bläser- und Streicherklang ausgewogen, das „Largo alla Siciliana“ floss in ruhigem Dreiertakt dahin. Auch Händels Orgelkonzert B-Dur eilte hurtig in den vielen Läufen und heiteren Verzierungen in festlich-freudigem Rhythmus fort. Hier dirigierte Felix Spreng vom Orgelpositiv aus, das gut besetzte und kompakt klingende Orchester reagierte immer sofort und prompt.
Wenn zur Festlichkeit der Jubel dazukommen soll, muss ein Sopran her. Hier war es Johanna Weiß. Den fast mädchenhaft hellen Klang und die fadenreine Klarheit ihrer Stimme zeigte sie in der melodiösen Arie „Singe, Seele, Gott zum Preise“ von Georg Friedrich Händel. Ihr zur Seite stand der Konzertmeister Fred Ullrich, der sie mit seiner Geige und prononcierter Klarheit begleitete.
Mit der Bach-Kantate Nr.51 „Jauchzet Gott in allen Landen“ wandelte sich der Jubel ins Jauchzen. Mit lockerer Stimme und sieghaftem Ansturm aufs hohe C jubelte und jauchzte Johanna Weiß dann im „Alleluja“ mit dem Trompeter Zoran Curovic um die Wette, der mit höchst lockerem Ansatz seine Barocktrompete zum Jubilieren brachte. Lange und herzlich anerkennend war der Applaus der Zuhörer in der gut gefüllten Kirche.