Herrenchiemsee – Peter Lochner und Georg Landinger von Chiemsee Waidwerk Konzerte organisieren alljährlich den „Jager-Hoagart“. Dabei scheuten sie auch heuer keine Mühen, um hochkarätige Sänger und Musikanten an einen Tisch im Schlosshotel zu bringen.
Die „Schladl-Musi“ – eine schneidig-boarische Tanzmusik – eröffnete den Reigen. Das Schmuckstück der Truppe um Reinhard Langlechner ist Magdalena Winkler an der Harfe: Mit ihr setzte sie sich kraftvoll gegen zwei Flügelhörner, Zugposaune, Steirische Ziach und Kontrabass durch.
Dazu gesellte sich im Verlauf des Abends die „Hirschberg-Zithermusi“ aus dem Wasserburger Raum. Die drei Zithern und eine Kontragitarre wurden klangvoll bedient von Bernhard Frey, Franz Öttl, Rudi Ritter und Franz Anzinger. Sie spielen Volksgut – ganz nach dem Motto: „Wos uns grod gfreid“, so einer der Protagonisten. Mit dabei war auch der „Laurenzi-Dreigsang“ aus Bad Feilnbach. Das Trio Kolb/Bauer mit seinen reinen und kräftigen Stimmen – Traunsteiner Lindl-Preisträger 2015 – schlug Lieder wie „Wo i halt geh“ und „Braune Wiesn, nasse Steigerl“ an.
Aus Brandenberg in Tirol angereist waren die vier jungen Burschen der „Stommtischsänger“. Das sind namentlich die beiden Tenöre Lukas Neuhauser und Florian Unterrainer sowie Sepp Mühlegger und Christian Messner mit ihren kräftigen Bassstimmen.
Als Teilnehmer des von Kulturmäzen Peter Haselsteiner gestifteten „Herma-Haselsteiner Preises“ im Rahmen des Alpenländischen Tiroler Volksmusikwettbewerbes machte sich die ehemalige „Anklöpfler-Gruppe“ einen Namen. Seit 2012 singen sie Stückl wie „Drobn aufn Rettenstoa“, „s´Dirndl is wunderschea“, „s´Miadal“.
Sie teilten sich die Bühne mit den zwei gestandenen Männern aus dem Werdenfelser Land: dem Duo Toni Hornsteiner und Christoph Kriner aus Mittenwald.
Die zwei Musikanten begeistern schon seit 17 Jahren mit ihren Volksliedern sowie ihren lustigen und manchmal auch zweideutigen Geschichten. Auch im Programm haben sie traditionelle Stücke wie „Wann de Sunn untergeht“ und „s´Landlebn“.
Höhepunkt des „Hoagarts“ waren die vier Hochkaräter des Horn-Quartetts vom Mozarteum in Salzburg. Rob van de Laar, Andreas Stapfner, Hans Gerl und Markus Hauser entlockten ihren Waldhörnern in F-/B-Stimmung meisterliche Töne. Die Musiker gaben Kostproben von klassischen und volksmusikalischen Stücken, wie „Mit Herz und Hand“, und „Is scho staad uman See“.wak