Breitbrunn – Stefan Wählt, das „i“ von der früheren Kabarettgruppe „Da Bertl (Herbert Bachmeier) und i“ ist seit Anfang 2016 mit seiner „i-Bänd“ auf Tour. Bei aktuell um die 50 Auftritte pro Jahr ist der kabarettistische Sänger mit seinen Kollegen Milo Popovic (Gitarre), Stefan Schneider (Schlagzeug), Arnold Toth (Piano/Akkordeon) und Charly Müller (Bass) in seiner neuen Formation unterwegs.
Stefan Wählt moderierte seine Lieder mit Humor und witzigen Sprüchen an. Er zitierte vor dem ersten Stück „Glaub ned ois“ – eine unbekannte Statistik, aus der scheinbar hervorgehe, dass „Frauen im Verhältnis zu ihren genutzten Wörtern wesentlich mehr lügen als Männer“. In einem rockig gehalten „Barfuass“ schilderte der Kabarettist die Armut in seiner Kindheit. „Hier hätten die auf der Straße vorbei marschierenden Gänse aus Mitleid ihre eigenen Brotkrümel in den heimischen Garten geworfen“, witzelte er. Das Stück „Kimm wieda hoam“ beschreibt die jämmerliche Situation nach dem Auszug der Ehefrau: Alle Blumen sind verkümmert und der Hund ist depressiv. Über den gut gemeinten Rat an die anwesenden Männer, dass „sie einen Fehler zugeben, aber wenn sie Recht hätten, das Maul halten sollten“, amüsierten sich besonders die zuhörenden Frauen.
Beim „Kangoroo im Bürgerwoid“ stellte der Sänger fest, dass diese die Einzigen sind, „die mit leerem Beutel große Sprünge machen können“. Eine eigene Aufweck-Melodie für sein Handy taufte er „Liegn bleim“.
In seinem persönlichen Heimatlied sollten die Anwesenden beim Refrain mitsingen, „aber nur, wenn sie die Töne sicher treffen“, war sein witziger Zusatz.
Am Ende der gewünschten Zugaben verabschiedete sich Stefan Wählt von seinem Bassist Charly Müller, der an diesem Abend seinen letzten Auftritt mit der „i-Bänd“ hatte. wak