Reich an Farben und Duft

von Redaktion

Das Duo Millefleurs bezauberte das Publikum

Rosenheim – Aus Wasserburg stammt die eine, aus Georgien die andere: Zusammen bilden sie das Duo Millefleurs, bestehend aus Saxofon und Klavier. Sarah Kober heißt die eine, Nestan Heberger die andere: Zusammen bezauberten sie mit Anmut, Charme und Musikalität das Publikum in der Rosenheimer Stadtbibliothek, nicht zuletzt durch die humorvollen Moderationen von Sarah Kober.

Schon in der einleitenden Carmen-Fantasie bewies die Saxofonistin, wie hochvirtuos, wie fein singend, geheimnisvoll raunend sie ihr Instrument beherrscht. Am Ende des Programms stand ein melancholisch träumendes Nocturne von Michail Glinka.

Mulo Francel

als Vorbild

Dazwischen gab es eine Romanze von Robert Schumann und viele Tangos, natürlich auch von Astor Piazolla, und die „Canzone della strada“ von Mulo Francel, dem immer nachgeeifert zu haben Sarah Kober verschämt gestand.

Nestan Heberger begleitete immer anschmiegsam, nie auftrumpfend. Sie hätte man gerne einmal solo gehört mit einem Chopin-Stück. Aber auch so war dieser Abend blütenreich, nicht voller tausend Blüten, wie der Name „Millefleurs“ verspricht, aber reich an Farben, musikalischem Duft, gebunden in geschmackvolle Arrangements, strahlend und auch verschattet, was zum Träumen und was zum Staunen, thematisch exotisch reisend nach Spanien, Buenos Aires, Russland, Italien und in einigen Csárdás auch nach Ungarn. Anmut und Grazie herrschten in Musik und im Auftritt: reine Bezauberung.

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