Rimsting – Weihnachtliche Weisen und sakrale Musik unter dem Motto „Festliche Musik zum Jahreswechsel“ verbanden sich in der Pfarrkirche Rimsting mit besinnlichen und amüsanten Texten zu einem stimmungsvollen Konzertabend. Von alpenländischer Volksmusik über Auszüge aus Bachs h-Moll- Messe und Händel-Arien bis zur Mozartserenade erlebten die Hörer den Zauber der Weihnachtszeit.
Mit der „Meditation aus Thais“ von Jules Massenet schuf Geigerin Verena Fitz zusammen mit dem Kammerorchester Rimsting, in dem auch Musiker der großen Münchner Orchester mitwirkten, unter der Leitung von Florian Sonnleitner eine Atmosphäre andachtsvoller Ruhe. Die weit geschwungenen Melodiebögen spielte Fitz begleitet von perlenden Harfenklängen mit innigem Ernst und zartem Vibrato. Sopranistin Felicitas Fuchs glänzte trotz leichter Erkältung im „Ave Maria“ von Mascagni mit natürlichem Timbre, ausdrucksvoller Stimme und wohltönendem Klang in allen Lagen.
Hörbare Ruhe
Hörbare Ruhe verströmte der Lindmair-Dreigesang aus dem Leitzachtal mit dem Lied „Es mag net finster wern“, das bereits in einem Vorspiel vom Streichquartett erklang. Nach dem beschwingten Salzburger Ländler der Chiemseer Musikanten jubilierte Flötistin Johanna Koip im Menuett, der Bourree und der berühmten Badinerie aus Bachs h-Moll-Suite mit makelloser Virtuosität. Da schienen sich die Töne in einer rasanten Jagd an Leuchtkraft und sprühender Lebensfreude förmlich zu übertreffen.
Glockenreine Koloraturen sang Felicitas Fuchs in der Arie aus Händels Oper „Alcina“. Barocke Klangpracht und dynamischen Schwung erzeugte das Kammerorchester in Händels Concerto Grosso. Mit Hörnern verstärkt, entfaltete das Orchester im Menuett und Prestissimo aus der Mozartserenade Freude und Frohsinn. Dass auf solch fetzige Passagen immer wieder zarte Volksmusik folgte, schuf eine beglückende musikalische Balance.
Zwischen den Musikstücken berührte Sprecher Martin Fogt vom Bayerischen Rundfunk. Stets fand seine wache, präsente, angenehm klingende Stimme den passenden Tonfall. Große Heiterkeit löste die „Weihnachtsgeschichte“ von Paul Maar aus, in der er als Sechsjähriger die Existenz des Weihnachtsmannes anzweifelt. Witzig war die Geschichte über die maßlose Weihnachtsbeleuchtung, deren gigantischer Stromverbrauch zu einer Explosion eines Kohlekraftwerks führt.
Zum Abschluss des Konzertes stimmten Orchester und Publikum das Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“ an, dessen friedvolle und besänftigende Melodie zu Herzen ging.