Bad Aibling – Wunderbare, zeitlose Songs von Udo Jürgens und selbstverständlich seine größten Hits waren in der musikalischen Hommage „Vielen Dank für die Blumen“ im Bad Aiblinger Kurhaus zu hören. Dass am Ende des Konzerts alle Besucher mitsangen, bewies, dass alle Altersklassen an diesem Abend auf ihre Kosten kamen.
Seine generationsübergreifende, großartige Musik, aber auch das ganze Lebenswerk stand im Mittelpunkt dieser Bühnenshow, präsentiert von zwölf erstklassigen Musikern und Sängern unter der Gesamtleitung von Michael Thinnes.
Der unterhaltsame Moderator führte die Zuschauer durch ein abwechslungsreiches Programm, das zwischen musikalischen Darbietungen allerlei Wissenswertes über Udo Jürgens´ Werdegang und seine künstlerische Laufbahn bereithielt. So erfuhren die Zuschauer, dass Udo Jürgens eigentlich Udo Jürgen Bockelmann hieß und aus Kärnten stammte und dass seine Laufbahn mit dem Sieg 1966 beim Grand Prix Eurovision de la Chanson in Luxemburg mit seinem Lied „Siebzehn Jahr‘ blondes Haar“ erst so richtig in Schwung kam.
Die Show zeigte die gesamte musikalische Bandbreite des Musikers, Sängers und Komponisten. Seine zeitlosen Lieder lebten an diesem Abend wieder auf. Titel wie „Ich war noch niemals in New York“, „Liebe ohne Leiden“, „Mit 66 Jahren“ oder „Griechischer Wein“ brachten das Publikum in Schwung. Ein durchdachtes Bühnenbild, immer wieder ergänzt mit alten Filmaufnahmen und ein swingendes Orchester rundeten das Ganze ab und machten die Show zu einem Erlebnis.
Udo Jürgens konnte es aber auch anders, wie die Show deutlich zeigte: Besinnliche und zeitkritische Songs waren ein Markenzeichen. „Udo hat stets hohen Wert darauf gelegt, was er singt“ so Michael Thinnes. Verkrustete Strukturen aufzulösen sei Jürgens‘ Ziel beim Song „Lieb Vaterland“ gewesen, das ihm viele Kritiken eingebracht hatte, oder bei „Ein ehrenwertes Haus“, das von einer „wilden Ehe“ handelt. Am Ende standen die Zuschauer, klatschten, sangen und forderten noch Zugaben von „Aber bitte mit Sahne“ bis zu „Anuschka“. ws