Städtische Galerie Rosenheim

„Wiese“

von Redaktion

Kunstprojekt von Andreas Pytlik

Rosenheim – Die Städtische Galerie Rosenheim eröffnet am Donnerstag, 1. Februar, um 19 Uhr die Ausstellung „Wiese“ ein Projekt von Andreas Pytlik mit Bettina Gorn, Christoph Lammers, Andreas Usenbenz. Malerei, Fotografie, Raum-Zeichnungen sowie Klang- und Videoperformances: diese Techniken nutzen die Künstler zur Auseinandersetzung mit der Wiese als einem ganz besonderen Kultur-Raum. Im Vordergrund der Ausstellung steht die Gefühlswelt – Assoziationen rund um diese vermeintlich grüne Fläche, die die Künstler über das Zusammenspiel aus Bild, Ton und Interaktion immer wieder neu und anders bei den Besucherinnen und Besuchern hervorrufen wollen:

Der „Grünkünstler“ Andreas Pytlik seziert mit Hilfe der Malerei unterschiedliche Wahrnehmungsweisen von Wiese. In radikaler Reduktion zersetzt er die Landschaft bis hin zu einzelnen Farbinformationen. Erstmals in dieser Ausstellung wird auch ein Video von ihm zu sehen sein, in dem er sich mit dem Mähen in seiner transzendentalen Funktion für die Wiese auseinandersetzt.

In Kontrast zum dominierenden Grün in Pytliks Werken tritt das Grau des Raum-Zeichners Christoph Lammers. Seine filigranen Zeichnungen einer wachsenden Pflanzenwelt erstrecken sich über den ganzen Raum und laden die Besucher ein, sich darin zu verwickeln und zu verweilen.

Bettina Gorn fokussiert in ihren Foto- und Videoarbeiten den Menschen in seiner Interaktion mit der Wiese und ihren natürlichen Ressourcen wie Blüten, Gräser oder Erde.

Innerhalb der Ausstellung kann Wiese jedoch nicht nur unterschiedlich gesehen, sondern auch gehört werden. Mit einer speziell entwickelten Tontechnik hat der Klangkünstler Andreas Usenbenz den ganz eigenen Sound der Wiese eingefangen, der die Besucher während ihres Rundgangs durch die Ausstellung begleitet.

In ihrem Zusammenspiel erinnern die künstlerischen Bearbeitungen des Themas an den Facettenreichtum von Wiese und mahnen zugleich deren Vergänglichkeit und die aktuelle Bedrohung dieses einzigartigen Ökosystems, dessen Artenvielfalt durch Bebauung und eine industrialisierte Landwirtschaft vom Menschen rigoros zerstört wird.

Begleitend zur Ausstellung bietet die Galerie ein kulturelles Rahmenprogramm. Am Donnerstag, 22. Februar, um 19 Uhr ist ein „Grün-Konzert für Bohne und Wiese“ und ein „Licht-Gang für Bohne und Wiese“ mit dem Ensemble „RQ3“. Am Sonntag, 4. März, um 15 Uhr ist eine Künstlerführung mit Andreas Pytlik. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag, 10 bis 17 Uhr, Samstag und Sonntag, 13 bis 17 Uhr. Faschingsdienstag ist geschlossen.

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