Preis für umstrittenes Stück

von Redaktion

Wasserburg – Das Nürnberger Künstlerkollektiv „Theater Zwangsvorstellung“ mag es eigenen Worten zufolge gerne „böse, schmutzig und intensiv“. Die Arbeiten dieser Gruppe sind gleichermaßen gefüllt mit Kitsch, Poesie, Weltekel und bitterbösem Humor. Auf den Wasserburger Theatertagen im vergangenen Jahr hat das Kollektiv den mit 4000 Euro dotierten Jury-Preis für die Inszenierung „Weißwurstjahre“ erhalten. Die offizielle Auszeichnung durch den Verband „Freie Darstellende Künste Bayern e.V.“ erfolgt am Samstag, 10. Februar, um 20 Uhr im Theater Wasserburg. Das damals bei Teilen des Publikums umstrittene Stück wird direkt im Anschluss noch einmal gezeigt. Thematisiert wird die Geschichte der kleinen Carmen, die am ersten Schultag von ihren Eltern in einem Kloster ausgesetzt wird. In düsteren Bildern erzählt Claudia Schulz, die Autorin und Regisseurin des Theaterstückes, ein schwarzhumoriges Märchen über eine bizarre Klosterwelt. Carmen ist gefangen im Wahnsinn der Nonnen, der aus Exorzismus, Kreuzigung und Weißwürsten besteht. Mit kindlicher Naivität nimmt Carmen ihr hartes Schicksal an. Karten gibt es im Internet über www.theaterwasserburg.de und im Vorverkauf bei der Buchhandlung Fabula und im Kroiss-Ticketzentrum Rosenheim.

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