Mit Pinsel und Stimme

von Redaktion

Seth Faergolzia verblüffte in der Kleinen Werkraumgalerie

Rosenheim – Einen hochvergnüglichen und unterhaltsamen Abend erlebten die Besucher des „Bebop“-Konzerts in der Kleinen Werkraumgalerie von Galerist Alfons Röckl. Sie hatten das Vergnügen mit dem kreativen Multitalent Seth Faergolzia, der als Einmann-Kunstaktion in verschiedenen Disziplinen gleichzeitig verblüffte und überzeugte. Auf den ersten Blick war er ein klassischer Singer-Songwriter mit akustischer Gitarre, aber dann doch wieder nicht, denn er nutzte als elektronisches Hilfsmittel das „Loop Pedal“, mit dem er gesungene Zeilen einspielte und rhythmisch wiederholen ließ. Gleich zum Auftakt erklang hiermit ein mehrstimmiger Folksong, steigernd und hymnisch.

Gleichzeitig begann er auf einer mittelformatigen Leinwand ein buntes Gemälde, das mit bunten Farben an ein Clownsgesicht erinnerte. In der Folge entpuppte sich der freundliche, bärtige Musiker als sympathischer Entertainer, der oft das Publikum ansprach und eine angenehme Atmosphäre verbreitete. Er wirkte einerseits ein wenig „irisch“ als Song-Barde, dann wieder rappte er mit viel Energie und Rhythmus. Keine Nummer glich der vorigen.

„I feel at home“, meinte der Künstler und versuchte zur Freude der Besucher, „Kleine Werkraumgalerie“ korrekt auszusprechen. Das Pfeifen als Intro des nächsten Songs gelang ihm allerdings besser, und er brachte die Hörer zum Mitpfeifen und in einem weiteren Song auch zum Mitsingen. Mit mächtiger Stimme und hohem Energielevel drehte Faergolzia nach und nach auf und riss mit rockigen Balladen ebenso mit wie mit einem dynamischen Rap. Originell geriet auch die Vertonung einer Website-Werbung, an die sich ruhigere Töne anschlossen. Einprägsame Zeilen voller Poesie und eine minimalistische Gitarre mit schönem Folk-Picking rundeten im „Berlin-Song“ das Konzert ab, gefolgt von dem Klassiker „Harvest Moon“ von Neil Young, der gerne mitgesungen wurde.

In der Zwischenzeit und irgendwo zwischen Soundmustern, Rapzeilen und Rhythmen vervollständigte der Multi-Künstler nebenbei auch noch sein immer opulenteres Gemälde.

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