Grassau – „Musik ist eine Sprache, die jeder versteht“, so führte Uta Grabmüller, Vorsitzende des Vereins „Integer“, auf das interkulturelle Konzert „East meets West“ im Grassauer Heftersaal ein. Was das Publikum dann zu hören bekam, begeisterte und faszinierte. Zu unbekannten indischen und arabischen Liedern gesellten sich spanische Gitarre und einige aktuelle Popsongs.
Schon mehrfach konnte der syrische Gitarrist Hassan Al Assadi, der zwei Jahre in Grassau gewohnt hatte, mit seinem exklusiven Gitarrenspiel begeistern. Dieses Mal trat der junge Gitarrist gemeinsam mit seiner Band „Purpleblue Hilal“ auf.
Vorab begrüßte Uta Grabmüller das gemischte Publikum in einer völlig unerwarteten Sprache: auf Russisch. Da einte plötzlich Asylbewerber und Einheimische die gemeinsame Sprachbarriere, denn keiner im Raum verstand das gesprochene Wort. Dann aber lauschten alle den ersten Klängen der Band, die von dem jungen syrischen Pianisten Abdo Danbar begleitet wurde. Vielmehr lauschten alle den Klängen der Musiker Hassan Al Assadi, der Sängerin Patricia Burkhart und Abdo Danbar, die zunächst indische Lieder, dann arabische Musik, zum Besten gaben. Hassan begeisterte zudem durch sein virtuoses Gitarrenspiel, wobei bei spanischen Flamenco- Rhythmen seine Finger über die Saiten der Gitarre flogen. Auch einige Eigenkompositionen präsentierten die drei Bandmitglieder. Hierbei vermischten sich die unterschiedlichen Musikrichtungen zu interessanten Kompositionen.
Die vielen jungen Leute im Saal freuten sich besonders über bekannte Popsongs, sei es von David Guetta und anderen, aber auch über unbekannte Klänge. Wieder einmal zeigte sich, dass Musik nicht nach Unterschieden, sondern nach Gemeinsamkeiten sucht und „East“ wie „West“ verbindet. Der begeisterte Applaus bewies dies eindrucksvoll. tb