Rosenheim – Oliver Westerbarkey präsentiert im Kunstverein Rosenheim, Klepperstraße 19, Landschaftsdioramen aus der Werkgruppe „Post Moder“. Eröffnung der Ausstellung ist am Freitag, 2. März, um 19 Uhr. Geöffnet ist bis 8. April, donnerstags bis samstags von 14 bis 17.30 Uhr, sonntags von 11 bis 17.30 Uhr.
Täuschend echt, wie monumentale Fotografien, zeigen seine Arbeiten Natur-Stücke aus Erde, Steinen, Gräsern, Blättern, Wurzeln, Pflanzen und Blumen. Alle Naturmaterialien wurden vom Künstler gesammelt und nach Größen, Farbe und Form sortiert; Erde und Steine wurden in diversen Größen gesiebt. Die Pflanzenteile wurden entweder getrocknet oder in transparente Acryldispersion eingelegt, sodass sie eine gummiartige Haltbarkeit bekamen. Schließlich setzte der Künstler die Materialien zu großformatigen Darstellungen von Natur- und Parklandschaften zusammen, schuf fiktive Landschaften im Übergang zwischen Parklandschaft und Brachland oder zwischen Baustelle und Zierhecke.
Erst aus der Nähe erkennt der Betrachter die realen Naturmaterialien und die illusionistische Vortäuschung von Fotografie wird enttarnt. Westerbarkeys Dioramen sind nicht eindeutig einer klassischen Kunstgattung zuzuordnen; sie leben vom plastischen Material, weisen malerische Elemente auf, sind Collagen und feine Bildhauerei. Diese akribisch arrangierten Natur-Stücke reflektieren die Wahrnehmung von Natur, thematisieren in ihrer spezifischen Motivwahl den Umgang mit der Natur und schaffen schließlich eine Neuschöpfung von Natur.
Oliver Westerbarkey wurde 1969 in Konstanz geboren, studierte nach einer Steinbildhauerlehre an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Professor Norbert Prangenberg.