Frieden, Freiheit, Liebe

von Redaktion

Großer Beifall für das Hippie-Musical „Hair“ im Rosenheimer Kultur- und Kongresszentrum

Rosenheim – Das Musical „Hair“ gilt als eines der erfolgreichsten Musicals überhaupt und als Meilenstein der Popkultur. Nicht zum ersten Mal konnten es die zahlreichen Besucher nun wieder im Kultur- und Kongresszentrum in Rosenheim in einer internationalen Produktion erleben. Die Uraufführung war damals 1968 am Broadway in New York. Die Texte schrieben James Rado und Gerome Ragni, die Musik komponierte Galt MacDermot. Im Mittelpunkt der Handlung steht eine Gruppe der Hippie-Bewegung. „Frieden, Freiheit, Liebe“ ist das Motto der langhaarigen Mädchen und Männer.

Schon vor Beginn der Show turnen einige der Darsteller durch die Reihen der Zuschauer und bringen Stimmung in den Saal. Auf der bunt illuminierten Bühne mit einem großen eisernen Gerüst im Hintergrund finden sich dann die vielen Mitwirkenden in wilden Tänzen zu animierender Live-Musik von Keyboard, Gitarre und Bass zusammen. Starke Farben beleuchten wechselnd das Geschehen. Mehr als 30 Song-Titel, darunter besonders bekannte wie „Aquarius“, „Ain’t got no…“, „Good morning sunshine“, „I believe in love“ oder „Hare Krishna“ vermitteln auch heute noch das Gefühl der damaligen Zeit und sind in ihren kritischen Texten mit den Aufrufen gegen Krieg und für Toleranz, für Frieden und Freiheit so aktuell wie vor 50 Jahren.

Diese Blumenkinder mit ihren farbenfrohen Gewändern, ihren langen Haaren, mit der Freude am Tanzen und Singen, mit freier Liebe und natürlich auch mit Rauschgiftkonsum erfahren einen herben Einbruch in ihr Hippie-Leben. Die jungen Männer erhalten ihre Einberufung zum Militär. Der Vietnamkrieg braucht Soldaten. Sie verbrennen diese Scheine, verspotten die Army und erleben in ihren Haschisch-Träumen das Elend des Krieges. Mit prächtig fluoreszierenden Requisiten, wie einem leuchtenden Hula-Hoop-Reifen, den eine Tänzerin um ihre Hüften und den ganzen Körper kreisen lässt, zeigen die Hippies ihre Lebenslust und Leichtigkeit.

Gute Stimmen, temperamentvolle Tänze, überschäumendes Temperament quittierte das animierte Publikum immer wieder mit starkem Applaus.

Trauer am Sarg

Als Claude als einziger der Freunde zur Armee geht, müssen die andern bald an seinem Sarg trauern. Am Ende aber finden alle anderen wieder im gemeinsamen Tanz ihren Lebensmut und den Glauben an eine bessere Welt.

Stehend spendeten die Besucher lang anhaltenden großen Beifall, bevor viele von ihnen beschwingt die bekannten Songs summend in die eiskalte Winternacht hinausgingen.

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