Seeon – Wolfgang Amadeus Mozart besuchte das damalige Benediktinerkloster in Seeon mehrmals und komponierte für die Ordensherren sogar zwei Offertorien.
„Mozart und Salieri“ stehen im Mittelpunkt des Eröffnungsabends am Sonntag, 1. April, 17 Uhr. Die Musiker Rahel Indermaur (Sopran), Tohru Iguchi (Bariton) und Konstantin Lukinov (Klavier) wollen neue Aspekte über das Verhältnis der beiden Genies ans Licht bringen. Mit den schönsten Arien und Ensembles aus den Opern von Mozart und Salieri erzählen, singen und spielen sie von der spannenden und gar nicht feindlichen Beziehung der Musiker, die in Wahrheit freundschaftlich verbunden waren. Sie haben sogar zusammen komponiert. Was dabei herausgekommen ist, hört man an diesem Abend, verbunden mit Arien aus beliebten Opern wie „Le nozze di Figaro“, „Don Giovanni“ oder „Così fan tutte“.
Am Montag, 2. April, 11 Uhr, kommt der russische Pianist Konstantin Lukinov mit dem Programm „Klassik und Improvisation“ in den Festsaal – eine spannende Spurensuche. Lukinov formuliert hier eine feste Position: Das Improvisieren ist Live-Komponieren. Wie auf Knopfdruck wird eine musikalische Landschaft hervorgezaubert. Der Pianist lässt Komponisten wie Bach, Vivaldi oder Debussy erklingen.
„Wie auf der Mozartkugel – oder wie sah Mozart wirklich aus?“ Diese Frage stellt sich Dr. Christoph Großpietsch (Stiftung Mozarteum Salzburg) beim Vortrag am Dienstag, 3. April, 19 Uhr. Der Vortrag hinterfragt unsere Fixierung auf nur wenige angeblich mozarttypische Mode-Accessoires, beleuchtet historische Zeitzeugnisse und untersucht die wenigen zu Mozarts Lebzeiten entstandenen Porträts.
Am Mittwoch, 4. April, gibt es einen Ausflug nach Passau. Das Tagesprogramm dieser Exkursion, unter der Leitung von Kunsthistorikerin Hedwig Amann, beginnt mit einer Kostümführung unter dem Motto „Wider unseren Willen“. Die Reisegruppe trifft einen gewissen Leopold Mozart (Anmeldungen unter Telefon 08039/9099994).
Am Freitag, 6. April, 19 Uhr, gibt es im Tagungsrestaurant ein musikalisch-kulinarisches Mozarterlebnis. Zu Gast sind die Salzburger Hofmusik mit Tenor Maximilan Kiener, Moderator ist Universitäts-Dozent Wolfgang Brunner. Mit Tagebuchschilderungen und Kompositionen von Leopold, Wolfgang Amadeus und Franz Xaver Mozart widmen sie sich dem Thema „Drei Generationen Mozart“.
Beim Filmabend am Samstag, 7. April, 19 Uhr, erleben einstige Sternstunden des Konzertlebens eine Renaissance. Legenden wie Carlos Kleiber, Herbert von Karajan und Mitsuku Uchida werden wieder lebendig.
Das Instrumentalisten-Trio Silke Aichhorn, Philipp Nickel, Dejan Gavric spielt am Sonntag, 8. April, 11 Uhr, im Festsaal Werke von Devienne, Ravel, Dubois, Vivaldi und Marais. Flötist Gavric ist Professor an der Musikhochschule Mainz, Bratschist Nickel Mitglied des Frankfurter Museumorchesters, Aichhorn zählt zu den bekanntesten Harfensolistinnen.
Die Schlussveranstaltung am Sonntag, 8. April, 15.30 Uhr, ist dem musikfreudigen Nachwuchs gewidmet. Aichhorn erzählt und spielt die Geschichte „Die Schatzsuche am Harfenberg“.
Karten für alle Konzerte gibt es unter kloster-seeon. de, muenchenticket.de und im Klosterladen, Telefon 08624/897201.