Sie hab‘n den Überschmäh

von Redaktion

„I am from Austria“ mit dem Besten aus 50 Jahren Austro-Pop

Rosenheim – Spätestens nach den Songs der „Ersten Allgemeinen Verunsicherung“ gab’s bei den Zuhörern kein Halten mehr im gut drei Viertel gefüllten Rosenheimer Kuko. Sie standen auf, tanzten und drängten nach vorne zur Bühne. Dort standen die drei Sänger Manu, Hias und Schlotti mit ihren Gitarren samt einer dreiköpfigen Begleitband und sangen das Beste aus 50 Jahren Austr-Pop: Die Gruppe „I am from Austria“ gastierte schon zum dritten Mal in Rosenheim und machte ihre Fans glücklich. Die klatschten von Beginn an mit und sangen auch die Refrains fleißig mit, die Stimmung war von Anfang an zündend und stieg gegen Schluss noch an.

Ob Reinhard Fendrich mit seinem Schickeria-Song („Mir hab‘n den Überschmäh!“), Wolfgang Ambros mit der „Blume aus dem Gemeindebau“, ob Georg Danzer mit seinen „Weißen Pferden“, Peter Cornelius („Du entschuldige, i kenn di“) oder auch Falco mit einem Medley seiner Lieder, natürlich STS mit deren Griechenland-Sehnsucht, ja sogar ein englischer Song von Opus: Sie alle kamen dran und wurden von den Sängern kraftvoll interpretiert.

Ludwig Hirsch

als Parodie

Einziger Schwachpunkt dieser Show war, dass der schlaksige Hias mit Reibeisenstimme „Gell du mogst mi“ von Ludwig Hirsch mehr parodierte als sang. Dessen schwarzer Melancholie trauten die Austria-Sänger nicht ganz, sie wollten nur fröhlich feiern. Und das taten sie ausführlich zusammen mit dem Publikum. Der schlaksige Hias parodiert Ludwig Hirsch. RWJ

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