Aus dem Volksmusikarchiv

„Historische Lieder und Familiensingen“

von Redaktion

Veranstaltungen mit dem Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern bei den Wasserburger Volksmusiktagen

Wasserburg/Amerang – Seit mehr als 30 Jahren unterstützt das Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern die „Wasserburger Volksmusiktage“, die die Stadt Wasserburg seit 1973 auf Initiative von Bert Lindauer durchführt. Heuer zeichnet wieder Claudia Geiger für die Organisation verantwortlich.

Schon in den 1980er-Jahren hat das Volksmusikarchiv, unterstützt von Sepp und Rosa Linhuber aus Eggstätt, die volksmusikalischen Hoagarten im Bauernhausmuseum Amerang übernommen und ausgebaut, die seither über 100-mal durchgeführt wurden. Solche Abende, verteilt über das ganze Jahr – und auch zu den Wasserburger Volksmusiktagen meist mit dem unvergesslichen Christl Arzberger (1934 bis 2001) – brachten die ganze Vielfalt, Buntheit und Lebendigkeit der überlieferten musikalischen Volkskultur in Oberbayern in Vergangenheit und Gegenwart zum Klingen. Wirtshauslieder, Familiensingen, geistliche Volkslieder, Vorträge und historische Lieder waren in den letzten Jahrzehnten alljährliche Beiträge des Bezirks Oberbayern für die Wasserburger Volksmusiktage.

Auch heuer gibt es wieder zwei Angebote: „Historische Volkslieder zur Reformation“ und das beliebte Familiensingen am Palmsonntag.

Lieder zur Reformation

Seit Jahren beschäftigt sich das Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern im „Historischen Arbeitskreis“ mit historischen Liedern der letzten 500 Jahre, ihren Aussagen und ihrem Wirklichkeitsbezug. In der Reihe „Bayerische Geschichte im Lied – Historische Volkslieder“ wird derzeit an der sechsten CD gearbeitet, die auch Lieder und Texte beinhaltet, die die Reformation betreffen.

Am Montag, 19. März, werden wir uns in einer Veranstaltung des Historischen Vereins ab 19.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in der Surauerstraße in Wasserburg unter dem Titel „Nun will ich aber heben an …“ mit dem Thema Reformation und Gegenreformation im Gesang auseinandersetzen – und dazu auch mit Eva Bruckner die Lieder selber singen!

Mit historischen Volksliedern nähern wir uns der Zeit der Reformation („Thesenanschlag“ von Luther in Wittenberg 1517) und Gegenreformation an und betrachten – in Erklärungen von Wolfgang Killermann – den Reformator Dr. Martin Luther (1483 bis 1546) im Bild der Lieder und geschichtlichen Daten. Da geht es um die Ballade vom Tannhauser um 1500 mit der Kritik am Papst oder die (fiktive) Einkehr Luthers im Münchner Gasthaus „Zur Hölle“, verbunden mit einer unbezahlten Zeche. Aber auch die Lieder der Salzburger „Exulanten“ in den 1730er-Jahren, die ihre Heimat verlassen mussten, werden „singerisch“ vorgestellt.

Familiensingen am Palmsonntag

Der Bezirk Oberbayern lädt mit dem Liedanfang „Wer is denn heit zum Singa da?“ besonders Familien mit Kindern, Papa, Mama, Opa, Oma und allen, die gern mit Kindern singen, zum generationenübergreifenden Erlebnis-singen am Palmsonntag, 25. März, von 14 bis 15 Uhr ins Bauernhausmuseum Amerang (Bernöderhof) ein. Gemeinsam wollen wir lustige Lieder singen und auch weiterdichten. Jeder kleine und große Besucher erhält ein Liedheftchen zum Mitnehmen!

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