Rosenheim – Die Asta-Kneipe in Rosenheim ist dafür bekannt, dass dort außergewöhnliche Bands und Künstler auftreten. „Lenze und de Buam“ gehören da ganz bestimmt dazu. Sie heizten den Zuhörern so richtig ein – im wahrsten Sinne des Wortes: In dem kleinen, engen Raum rann beim Tanzen schnell der Schweiß.
„Da Lenze“ (Lorenz Schmid) ist ein echter Oberbayer. Seine Musik erinnert, vor allem dank der Trompete, an La Brass Banda oder Django 3000. Und tatsächlich, er hat auch schon mal bei Django 3000 mitgespielt.
Aber schon seit Jahren hat er jetzt mit „Lenze und de Buam“ seine eigene Band – und die hat ihren eigenen Stil gefunden, der im Vergleich etwa zu La Brass Banda deutlich mehr in Richtung Rock und Pop geht. Aber wer genau hinhört, findet von Punk bis Metal viele musikalische Einflüsse.
Schon bei den ersten Takten wippen in der Asta die Füße, spätestens beim zweiten Lied klatscht jeder mit, „hüpft“ und tanzt. Das kennen die Bandmitglieder schon, deswegen haben sie ein gebasteltes Schaf an einem Holzstecken dabei und dirigieren die Menge, wie sie tanzen soll. Ein Glück auch, dass es viele einfache Textelemente gibt, bei denen die Zuhörer gut mitsingen können, während sie tanzen.
Aber es lohnt sich, nach dem Konzert online oder auf der CD noch einmal in die Musik hineinzuhören: In den Texten steckt viel Wahres und Weises. „Dua di ned obe“ handelt davon, dass man sich im Leben nichts zu schwer zu Herzen nehmen sollte. Bei „Aloa, aloa“ geht es vordergründig ums Nasebohren, aber zwischen den Zeilen ist es eher die Trennung von einer Partnerin, die Einsamkeit. Der fröhlich-nachdenkliche Text steht im Kontrast zur schnellen Tanzmusik des Liedes. Ein wenig seltsam erscheint es deswegen, wenn Pärchen dabei eng umschlungen knutschend auf der Tanzfläche stehen und andere wild Party machen. Ein Glück, dass es im Repertoire der Band auch „Bierzelt“ gibt, ein Song, in dem der betrunkene Protagonist eine Kellnerin anbaggert.
Fazit: Lenze und de Buam haben großes Potential. Man merkt, dass sie zu Kneipen wie der Asta gut passen. Die Fans wollten gleich mehrere Zugaben. Sie bekamen sie.