Staudach-Egerndach – „The Juke Joint Royals“, eine kleine Bigband, präsentierte sich auf der Staudacher Musikbühne erstmals im südbayerischen Raum mit einer Mischung aus Rhythm & Blues und Boogie aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Besonders die beiden Damen mit ihren Tenor-Saxofonen, Nina Dvorak und Sarka Benedova, bestimmten maßgeblich den Sound der siebenköpfigen Band. Der dritte Bläser an der Front war Peter Hübl mit seinem Alt-Saxofon. Die „Saiten-Fraktion“, Vanja Hajdukovic am Kontrabass und Gitarrist und Sänger Mathias Schwarz, waren die beiden Ruhepole auf der Bühne.
Dezent im Hintergrund verrichtete Schlagzeuger Reinhard Dlapa sein Werk, der Sänger und Pianist der Juke Joint Royals, Erich Herbst, erzählte mit einer Prise „Wiener Schmäh“ manche Anekdote über die Band.
Seit zwei Jahren tritt sie in dieser Formation auf Konzerten und Festivals auf. Mit eigenen Kompositionen wie dem „Fat Cat Boogie“ oder „Big Fine Mama“ braucht sie keinen Vergleich mit denen ihrer Vorbilder aus Amerika zu scheuen, die Zuhörer bestätigten dies mit ihrem Applaus. Zu fortgeschrittener Stunde stieg die Lautstärke deutlich an, wurde die Stimmung ausgelassener, die Damen zeigten beim „Jump Jive“ mehr körperlichen Einsatz und Erich Herbst hüpfte auf dem Klavierhocker auf und ab oder spielte im Stehen. Die Band hatte sichtlich Spaß, den Zuhörern schien es zu gefallen, forderte lautstark klatschend noch mehr. Mit einer letzten Zugabe, dem Bluesklassiker von Robert Johnson von 1936, „Sweet Home Chicago“, verabschiedeten sich die sieben Wiener vom Publikum. rs