Kraftvoller Auftritt von Heischneida

von Redaktion

Heischneida – der Name klingt so ganz anders wie der Sound der Band aus Bergen. Keine Schublade will recht passen für die Mischung aus bayerischem Brass und Rock‘n‘Roll. Rock, Pop, aber auch Reggae und bayerische Folklore sind auszumachen, mal funky, mal so tiefdüstergrau wie einstmals Ludwig Hirsch. Heischneida können große Bühne, aber auch ganz kleine Bühnen, wie sie beim feinen Auftritt im ausverkauften Café Weinmüller in Siegsdorf bewiesen. Sänger Wenzel Karger alias Wenz treibt die Band nach vorn. Er kann sanft und leise, röhrt aber auch schon mal wie ein Hirsch. Er ist das Gesicht der Band, der Heischneida schlechthin. Schlagzeuger Tobias Geschka alias Gesch sorgt für den entsprechenden Druck. Manuel Wimmer alias Manne an der Gitarre bringt die rockigen Elemente ins Spiel. Christian Maier alias Chris unterstützt an der Gitarre und beim Gesang. Simon Pfab alias Pfabei an der Trompete liefert die Bläserelemente und verschafft dem Heischneida somit charismatische Züge. Am Bass ist Valentin Thannbichler alias Fichtei. Alle gemeinsam lieferten im Weinmüller erstklassigen Sound. Ob die frenetische „Bauernnocht“ oder das mittlerweile zum Kultsong avancierte „Heischneida“-Eigenlob-Lied – das Publikum war lauthals dabei. Auch das „Mia wean uns widaseng“ oder das überaus lässige und neue „Rechts Außen“ oder – ebenfalls neu – „Siggi Schwarz“ überzeugten. So zeigte sich Heischneida in Spiellaune, Schubladen-inkompatibel, aber richtig gut. TEXT/FOTO KEWITSCH

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