„Frau Maier“ ermittelt

von Redaktion

Vierter Band der Krimireihe Jessica Kremsers

Traunstein – Mit „Frau Maier fischt im Trüben“ gab Jessica Kremser vor sechs Jahren ihr Debüt als Kriminalschriftstellerin. Das Buch kam so gut an, dass jetzt mit „Frau Maier wirbelt Staub auf“ bereits der vierte Band der Serie erscheint.

Jessica Kremser wurde in Traunstein geboren, wuchs am Chiemsee auf, studierte in München und England Literatur- und Theaterwissenschaft sowie Italienisch. Heute lebt sie in München und arbeitet als Redakteurin für verschiedene Zeitschriften. Im Bereich der Belletristik beschränkt sie sich bis jetzt auf ihre Krimiserie.

Im Mittelpunkt steht „Frau Maier“. Ihren Vornamen erfahren die Leser auch im vierten Band nicht. Dafür spielen diesmal Gefühle eine große Rolle. Es bahnt sich eine Liebesgeschichte an. „Frau Meier“, jenseits der 60, entwickelt romantische Gefühle, verabschiedet sich weiter vom zurückgezogenen, eigenbrötlerischen Leben in ihrem kleinen Haus am Chiemsee. Auch ihre Beziehung zu Kommissar Brandner wird langsam etwas besser.

Die Autorin entwickelt ihre Figuren von Band zu Band weiter. Natürlich geht es auch diesmal um Mord, aber Kremser setzt bei ihren Krimis nicht vorrangig auf Gewalt, Tod und Blut. Ermitteln ist eher Nebensache. Das Lesen ist dadurch nicht weniger spannend. „Frau Maier wirbelt Staub auf“ bietet von der ersten bis zur letzten Seite spannendes und unterhaltsames Lesevergnügen, gewürzt mit Humor und überraschenden Momenten.

Viel von „Frau Maier“ erinnert an Agatha Christies beliebter Romanfigur „Miss Marple“. Auch Jessica Kremsers Amateurdetektivin zeichnet sich durch Marotten, Schrulligkeit und enormer Ruhe selbst bei höchster Gefahr aus. Schritte auf dem Dachboden oder der Fund einer Leiche auf einem Parkplatz – „Frau Maier“ nimmt es mit Gelassenheit.

Jessica Kremser, „Frau Maier wirbelt Staub auf“, Verlag Pendragon, ISBN 978 – 3865 326 102, 13 Euro.

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