Bad Aibling – Die Opernbühne Bad Aibling bringt die Mozart-Oper „La clemenza di Tito“ in der Reithalle des Schlosses Maxlrain auf die Bühne. Premiere ist am Samstag, 14. Juli, um 19.30 Uhr. Die musikalische Leitung übernimmt zum ersten Mal Chariklia Apostolu. Sie studierte in Athen Geologie und am Konservatorium Athen Klavier bei Thalia Mira. An der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mozarteum setzte sie ihr Studium im Konzertfach Klavier, Hammerklavier und Liedbegleitung fort, bevor sie an der Bruckner Universität Chorleitung und Orchesterdirigieren studierte. Sie unterrichtet musikalische Einstudierung an der Opernabteilung der Universität Mozarteum in Salzburg und ist Professorin für Dirigieren am Josef-Haydn-Konservatorium in Eisenstadt. Sie spielte zahlreiche Solokonzerte und Liederabende.
Frau Apostolu, Sie haben umfangreiche musikalische Studiengänge absolviert. Wer oder was hat Sie motiviert, gerade das Dirigieren zu Ihrer Profession zu machen?
Der Dirigent August Haltmayer, der mich bat, für das Chiemgauer Opernfestival den Chor zu leiten. Das hat mich veranlasst, noch ein Studium für Chor- und Orchesterleitung aufzunehmen.
Sie leben und arbeiten in Salzburg. Schwingt das für Sie mit bei Ihrer Arbeit an einer Mozart-Oper?
Der Geist Mozarts ist immer dort präsent, wo Menschen sich zusammen finden, die mit Wissen und Können Mozarts Werk zur Aufführung bringen.
Als Sie in diesem Jahr um Mitarbeit als musikalische Leiterin in Maxlrain gebeten wurden, war die Entscheidung für „La clemenza di Tito“ bereits gefallen. Sie haben – laut Ihrer eigenen Aussage – diese Wahl sehr begrüßt.
Die Festoper „La clemenza di Tito“ ist meiner Meinung nach eines der herausragenden Werke Mozarts. Im 19. Jahrhundert wurde „La clemenza di Tito“ genauso oft gespielt wie die „Zauberflöte“ und das völlig zu Recht, wie ich meine.
Die Musik in diesem Werk drückt alle menschlichen Emotionen aus: Eifersucht, Hass, Begehren und die Tugend des Verzeihens. Wie erreicht es der Komponist, dass die Zuhörer so in den Bann geschlagen sind?
Mozart versteht die Musik als dramaturgisches Mittel. Die Musik inszeniert quasi mit. Interview: Ute Bößwetter