Interview

„Das nächste Jahr ist ein Findungsjahr“

von Redaktion

Wie geht es mit den Herrenchiemsee-Festspielen weiter? Josef Kröner, geschäftsführender Programmdirektor der Herrenchiemsee-Festspiele äußert sich dazu im Interview.

Lieber Herr Kröner, finden die Herrenchiemsee Festspiele im nächsten Jahr statt?

Josef Kröner: Wir gehen davon aus, da wir ja mitten in der Planung stehen für 2019, es gibt ein Konzept dafür, das noch zwischen Baron Guttenberg und mir abgesprochen und ausgearbeitet war. Wir haben die meisten Ensembles schon engagiert. Von dieser Seite her gibt es keine Schwierigkeiten. Wie immer kommt der Programm-Flyer Ende November heraus.

Wie schauen die Pläne für die Zukunft aus? Gibt es begründete Hoffnungen für die Weiterexistenz der Herrenchiemsee Festspiele?

Ich hab bis jetzt noch nichts vom Ministerium gehört, auch nichts Negatives. Ich würde das nächste Jahr als ein Findungsjahr sehen, in dem man schaut, wie man sich für die Zukunft neu aufstellt. Das nächste Jahr wird auf jeden Fall in Memoriam Enoch zu Guttenberg sein und wir werden versuchen, das Programm so gut umzusetzen, wie wir es auch dieses Jahr getan haben. Wenn die staatliche Unterstützung bleibt, ist die Finanzierung sicher. Wir sind da insgesamt vorsichtig optimistisch.

Gibt es überhaupt die Idee, so etwas wie einen dirigierenden Intendanten wieder zu installieren?

Wie gesagt, das fällt in die Findungsphase der Idee. Wir werden uns da Gedanken machen. Es kann sein, dass vielleicht irgendwie ein Stern am Himmel steht, der in das besondere Konzept von Enoch zu Guttenberg passt. Denn es ist ausgeschlossen, dass hier am Chiemsee „Business as usual“ gemacht wird. Interview: Rainer W. Janka

Artikel 6 von 11