Sawallisch-Haus

In den Fußstapfen der Großen

von Redaktion

Viel Applaus beim Abschlusskonzert des Kammermusikkurses

Grassau – Junge Talente an Violine, Bratsche und Violoncello wandelten bei dem Abschlusskonzert des Kammermusikkurses im Hause des weltberühmten Dirigenten Wolfgang Sawallisch auf den Spuren großer Komponisten. Beim Erklingen von bekannten Werken klassischer Musik, an die sich sieben talentierte Nachwuchsmusiker herangewagt hatten, meinte man fast den Geist Sawallischs, dem das Fördern junger Musiker so sehr am Herzen lag, lächeln zu sehen.

Wie Paul Bischof, der Vorsitzende der Sawallisch-Stiftung, eingangs anmerkte, spüre man an diesem Ort der Musik noch immer eine besondere Aura, eben den Geist Wolfgang Sawallischs. Ein fruchtbarer Nährboden, auf dem gedeiht, was gut klingt, auf dem wächst, was für alle musikliebenden Nachfahren so Kraft spendend ist: Musik.

Der Ort des ehemaligen Sawallisch-Wohnhauses wirkt wie ein grünes Refugium. Neben Vogelgezwitscher und dem Zirpen von Grillen herrscht auf dem Anwesen des vor fünf Jahren verstorbenen Dirigenten und Komponisten inspirative Stille. Ideale Voraussetzung, fand Clemens Weigel, Vorspieler der Violoncelli im Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz München, für einen Kammermusikkurs. Zusammen mit Aiko Mizushima-Komori (Violine), Dietrich Cramer (Viola) und Masaaki Hirasawa (Klavier) fand er gleichgesinnte internationale Meisterkursdozenten, mit denen er eine Woche lang begabte Schüler unterrichtete.

An dem Resultat des Kammermusikkurses, einem abwechslungsreichen Konzertprogramm, durften sich zahlreiche Besucher im Sawallisch Saal freuen. Den Anfang machte ein Junges Cellisten-Quartett (Gabriel Ascanio Hecker, Lisa Urbina, Desiree Sturm und Jaana Kretzschmar) mit drei Werken aus drei Jahrhunderten: Bachs Sarabande und Gavotte, einem Ave Maria von Wilhelm Fitzenhagen und Astor Piazzollas „Oblivion“.

Im Anschluss brillierten Lisa Urbina (Violoncello), Marie Hackenberg (Viola), Shintaro Sano und Aya Watanabe (Violinen) mit Joseph Haydns „Sonnenaufgang“. Mit Mozarts Streichquartett KV 168 in vier Sätzen überzeugten Jaana Kretzschmar (Violoncello), Shintaro Sano und Aya Watanabe (Violinen) zusammen mit Viola-Dozent Cramer.

Akzentuierte

Einsätze

Im zweiten Konzertteil zeigte Marie Hackenberg mit der Sonate in F-Dur für Klavier (Masaaki Hirasawa) und Viola von Brahms ihr großes Talent. Eng auf der Bühne des Sawallisch-Saales wurde es am Ende des Konzerts bei Brahms Sextett in B-Dur op. 18 No.1. Da bewiesen fünf der Schüler (zusammen mit Dozent Cramer), dass auch das harmonische Zusammenspiel, genaue Absprachen und akzentuierte Einsätze erfolgreich geübt und bravourös umgesetzt wurden.

Dafür gab es kräftig Beifall, und für die begeisterten Konzertbesucher am Ende noch einen musikalischen Liebesgruß von Edward Elgar: „Salut d’Amour“.

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