Festival-Café

von Redaktion

Vorhang auf für große Kunst in kleinem Rahmen: Die Rosenheimer Kleinkunsttage starten am Freitag, 12. Oktober, in ihre 34. Runde. Neben namhaften Künstlern sind auch vielversprechende Neuentdeckungen zu sehen und zu hören.

Michael Lerchenberg beschäftigt sich mit Revolution vor 100 Jahren in Bayern: Dienstag, 16. Oktober.

Kabarett aus Österreich ist bei der „Langen Nacht des Kabaretts“ geboten: Donnerstag, 18. Oktober.

Der Münchner Alt-Oberbürgermeister Christian Ude bringt sein Double Uli Bauer mit: Dienstag, 23. Oktober.

„Weltwärts“ sind Rudi Zapf und „Zapfnstreich“ unterwegs: Freitag, 19. Oktober.

Bei allen Veranstaltungen auf der Bühne im Rosenheimer Lokschuppen ist das Festival-Café ab 19 Uhr und nach den Vorstellungen für die Besucher geöffnet. Der gemütliche Raum in dem historischen Gebäude ist ein guter Ort, um sich zu treffen. Oft kann man dort sogar mit dem einen oder anderen Künstler nach dem Auftritt noch ins Gespräch kommen. wu

Show-Größen und Nachwuchstalente

Rosenheim – Veranstalter der Rosenheimer Kleinkunsttage ist der Förderverein Jugendarbeit (FJR) in Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendring und dem Stadtjugendamt. Hauptorganisator ist Sepp Hirle. Seit über 30 Jahren gelingt es ihm nicht nur, jedes Jahr bekannte Künstler nach Rosenheim zu holen. Er beweist auch immer wieder ein gutes Gespür dafür, welches junge Talent das Zeug zum Bühnenstar hat. So mancher bekannte Künstler aus der Kabarett-, Musik-, Comedy- und Theaterszene hat seine erste Bühnenerfahrung bei den Kleinkunsttagen gemacht: Sissi Perlinger trat 1986 zum ersten Mal bei den Rosenheimer Kleinkunsttagen auf, damals stand sie noch ganz am Anfang ihrer Karriere. Heute genießt sie Kultstatus. Um möglichst vielen ihrer Fans die Möglichkeit zu geben, sie wieder einmal live in Rosenheim zu erleben, tritt sie am Mittwoch, 24. Oktober, im Ballhaus auf.

Alle anderen 13 Veranstaltungen finden aber gezielt im Lokschuppen mit „nur“ rund 200 Sitzplätzen statt. „Kleinkunst“ bedeutet eben, dass Künstler in kleinerem Rahmen auftreten. Der Vorteil für die Besucher: Sie kommen den Künstlern viel näher als auf großen Bühnen. Doch auch die Künstler genießen es, die Reaktionen auf ihr Programm mal wieder hautnah erleben zu können.

Dieter Hildebrand, Gerhard Polt, Ottfried Fischer, Georg Danzer, Hans Söllner, Lisa Fitz und Katja Ebstein – sie alle waren schon einmal oder sogar mehrmals bei den Rosenheimer Kleinkunsttagen vertreten. Sepp Hirle ist es aber auch wichtig, jungen Talenten eine Chance zu geben. „ Wir wollen alte Krusten aufbrechen“, sagt Hirle. An fünf Abenden der Kleinkunsttage 2018 stehen darum Künstler auf der Bühne, die zum ersten Mal in Rosenheim zu Gast sind. „In den Anfangsjahren der Kleinkunsttagen kamen zu solchen Veranstaltungen vielleicht 30 bis 40 Zuschauer. Heute sind es im Durchschnitt schon 100 bis 120 Leute, die wissen, dass sie auch bei diesen in unserer Region noch unbekannten Namen gut unterhalten werden. Dieses Vertrauen freut mich natürlich sehr“, so Sepp Hirle.

Die Rosenheimer Kleinkunsttage zählen zu den langlebigsten Veranstaltungsreihen in Stadt und Landkreis. Es gibt ein treues Stammpublikum, was auch die gleichbleibend hohe Zahl an verkauften Festivalpässen zeigt. Die Eintrittspreise werden so kalkuliert, dass alle Interessenten die Möglichkeit haben, dabei zu sein. Ein möglicher Überschuss kommt nach den Worten von Hirle im vollen Maße Projekten der Rosenheimer Jugendarbeit zugute.

Das Programm ist auch heuer wieder abwechslungsreich gestaltet. Neben Sissi Perlinger kommen weitere bekannte Künstler wie Münchens Alt-Oberbürgermeister Christian Ude und sein Nockherberg-Double Uli Bauer sowie der Kabarettist Michael Lerchenberg. Außerdem treten viele aufstrebende Talente auf, die für ihr künstlerisches Können bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurden. Sepp Hirle will da keine Namen herausgreifen: „Sie sind alle sehr gut und einen Besuch wert.“

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