Vertrauter Jazz in vertrauter Umgebung

von Redaktion

Die Jazz-Formation Prisma-Quintett bot exzellente Jazz-Klassiker im Gewölbekeller des Rosenheimer Hofbräus

Rosenheim – Das Gewölbe des Hofbräus hat sich fraglos längst wieder nach den Klängen der Prisma-Musiker gesehnt. Und mit ihm das zahlreiche Publikum, welches keineswegs nur aus Mitgliedern des Rotary-Clubs bestand. Zu diesem Benefiz-Konzert, das Kindern aus bedürftigen Familien ein Weihnachtsgeschenk ermöglichen soll, wurde von den fünf Musikern Jazz querbeet aufs Feinste dargeboten.

Freilich fehlen die Prisma-Urgesteine Hubert Huber am Piano, der aus Altersgründen ausgeschieden ist, und der verstorbene Fuzzy Ellinger am Schlagzeug. Doch werden diese von Susi Weiss an den Tasten und Siegfried Hofmann an den Sticks gleichwertig ersetzt.

Bernd Schmid am Saxofon, der von der Bad Aiblinger Bigband bestens bekannt ist, sowie Richard Prechtl, dessen Soli am Flügelhorn wie auf der Trompete schon legendär sind, beschworen für die Zuhörer den Groove.

Schließlich ist auch Klaus „Calus“ Förg am Bass zu nennen, ein Mann der ersten Stunde, der ebenso lässig wie gekonnt am Baß agierte und als Sänger unverzichtbar ist. Gutgelaunt und mit großer Sachkenntnis moderierte er den Abend.

Altbekannte Melodien wie „The Girl von Ipanema“ von Tom Jobim und „Autumn leaves“ von Josef Cosma perlten über das Publikum, bis hin zur schrägen Musikalität eines Benny Olsen, der mit ungewohnten Kadenzen musikalisch-abenteuerliche Ansprüche an das Publikum stellte, das diesen gewachsen war, ja mehr noch, diesen begeistert durch gleichzeitigen March, Blues und Swing folgte.

Entspannung boten die Jazzer gleich darauf mit Duke Ellingtons „It don’t mean a thing“ bis hin zu Irving Berlins „Putin on the Ritz“. Die Zugabenwünsche blieben nicht ungehört und rundeten einen Abend voll musikalischer Genüsse ab, der auch einen namhaften wohl- tätigen Erlös einbrachte.

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