Gitarren-Folkmusik vom Feinsten

von Redaktion

Saitensprünge „Matching Ties“ erneut im Rahmenprogramm des Festivals

Bad Aibling – „Gellings Pub“ in der Bahnhofstraße war brechend voll, als Paul Stowe und Trevor Morriss in die Saiten griffen. Was Wunder, hatten die beiden Musiker doch bereits im Vorjahr das Publikum begeistert.

Mit Irish-, Scottish- oder keltisch Folk, Blue Grass und Country-Musik bis hin zu Gitarren-Pop verwandelten sie die Atmosphäre in dem Szene-Lokal im Handumdrehn vom Irish-Pub zur Scotch-Inn und eh man sich versah, saß man gefühlt im Honky-Tonk-Saloon.

Und die Besucher gingen begeistert mit. Egal ob zur Musik von Gitarre, Mandoline, Buozuoki oder der Steelguitar, die Zuhörer mussten nicht zum Mitmachen animiert werden. Das Publikum wiegte sich im melancholischen Blues, wippte mit auf dem Dancing Floor oder stampfte und klatschte zu „Scotsman over the Border“. Als die beiden schließlich ein Medley der „Dire Straits“ präsentierten, gab es kein Halten mehr, wobei Paul Stowe auf einem Instrument sowohl Steel- als auch Melodieguitarre gleichzeitig virtuos interpretierte.

Dass sie – auch nach eigener Aussage – im Wesentlichen ältere Blues-Nummern vorstellten, traf sich gut mit der Publikumsstruktur, dessen Altersschnitt weit über 50 anzusiedeln war. So befand man sich gefühlt ebenso schnell in den schottischen Highlands wie an den Ufern des Mississippi, fühlte mit den geschundenen Minenarbeitern in den Kohlenminen von Yorkshire im Norden Englands bei „Johnny Miner“ oder sang mit den Seeleuten bei dem Stück „The Northwest Passage“ von Stan Rogers.

Musikalisch brillant boten beide dem Publikum ein wahrlich umfassendes Programm und mitreißende Stimmung.Theo Auer

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