„Wir kommen daher in schneller Eil“

von Redaktion

Aus dem Volksmusikarchiv Unterwegs mit weihnachtlichen Neujahrsgrüßen der Sterndeuter

Nach Weihnachten bis zum Dreikönigstag sind die Sternsinger unterwegs von Haus zu Haus, verkündigen die frohe Botschaft, segnen das Haus und erhalten Gaben. Auch erwachsene Mitarbeiter und Freunde des Volksmusikarchivs machten sich am 29. Dezember als „Weise aus dem Morgenland“ mit großem Gefolge auf, brachten die frohe Botschaft vom Heiland der Welt dorthin, wo die Pfarrei-Sternsinger in Bruckmühl nicht hinkommen. Der Samstag gleich nach Weihnachten war wie geschaffen für die „Weihnachtlichen Neujahrsgrüße mit Sternsingerliedern“, die wir von Haus zu Haus brachten.

Mit insgesamt 13 verschiedenen Liedern, Dialogen und Szenen sangen wir das neue Jahr in der Tradition des alten, mindestens bis ins 15. Jahrhundert zurückreichenden Sternsingens der Erwachsenen in Oberbayern an. Dabei legten wir besonderen Wert auf das Singen, die Verkündigung und die Begegnung von Mensch zu Mensch. Die Gaben nahmen wir für soziale Zwecke in der Gemeinde.

Damit ergänzten wir wie in den Vorjahren auch in enger Abstimmung mit der Pfarrei Bruckmühl die jungen Sternsingergruppen, die sich mit Ministranten und Kindern auf den Weg machen: Höchst bewundernswert ist die Leistung der jungen Leute, die bei jedem Wetter in der „Aktion Dreikönigssingen“ der katholischen Kirche mitmachen, organisiert vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, das die gesammelten Spenden alljährlich für Kinderprojekte in ärmeren Ländern dieser unserer Welt hernimmt. Auf der Spendensammlung liegt der Schwerpunkt dieses organisierten kirchlichen Sternsingens.

Der Schwerpunkt bei unseren „Weihnachtlichen Neujahrsgrüßen mit Sternsingerliedern“ war wie früher vor allem das Singen: Mit meist vielstrophigen Liedern und Zwischentexten verkünden wir das weihnachtliche Erlebnis von den Weisen aus dem Morgenland, die mit großem Gefolge dem Stern nachreisten hin zum neugeborenen Kind in der Krippe. Soweit erzählt uns der Evangelist Matthäus die Geschichte der weisen Sterndeuter, die dann später als Könige, als „Drei Könige“ angesehen wurden, in den Volksglauben eingegangen sind und jetzt – wie in einem Lied besungen – in „Köln am Rheine“ beherbergt sind, wo im dortigen Dom ihre Gebeine in einem prächtigen Schrein aufbewahrt werden.

Wenn wir mit unseren Liedern unterwegs von Haus zu Haus, von Tür zu Tür, von Mensch zu Mensch sind, dann singen wir selbst sehr gern die Lieder, die wir am Volksmusikarchiv im „Sternsingerservice“ an den Samstagen im Advent den Sternsingergruppen angeboten haben, die regen Gebrauch davon machten. Seit 1995 laden wir zum Sternsingerservice des Bezirks Oberbayern über die OVB-Heimatzeitungen ein und finden Interesse weit darüber hinaus: Bis nach Salzburg, Tirol, Niederbayern und Schwaben kommen die von uns aufbereiteten Lieder. Gern schicken wir auch Interessenten einige Liedblätter.

Machen auch Sie sich auf, mit Freunden und Bekannten, und gehen Sie im nächsten Jahr zum Sternsingen! Wenn Sie schon selbst Erfahrungen beim Sternsingen gemacht haben, schicken Sie bitte Fotos, Lieder und Beschreibungen an das Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern, 83052 Bruckmühl, Krankenhausweg 39, E-Mail volksmusik- archiv@bezirk-oberbayern.de für unsere große Sternsinger-Sammlung. Helfen Sie mit!

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