Musik à la francaise

von Redaktion

Traunsteiner Sommerkonzerte vom 1. bis 7. September 2019

Traunstein – Nach den Programmschwerpunkten Tschechien, Türkei. Dänemark und Polen stehen in diesem Jahr bei den Traunsteiner Sommerkonzerten zwei westliche Nachbarländer im Fokus. Kompositionen aus einem relativ kleinen Zeitraum der französischen und belgischen Musikgeschichte prägen die insgesamt sieben Konzerte. Die Zeitspanne reicht von den 70er-Jahren des 19. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Stattfinden wird das Kammermusikfestival, wie bereits 2017, im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes.

Beim Blick auf die ausgewählten Komponisten kann man ein enges Geflecht von Bekanntschaften, engen Freundschaften, künstlerischen Verwandtschaften sowie eine Anzahl von Lehrer-Schüler-Verhältnissen ausmachen. Der gebürtige Belgier César Franck beispielsweise war Lehrer von Ernest Chausson. Maurice Ravel war Schüler von Gabriel Fauré, dessen Lehrer wiederum war Camille Saint Saens. Francis Poulenc geriet in der Groupe des Six unter den Einfluss von Erik Satie. Der Belgier Eugène Ysaye war Widmungsträger von Werken Francks, Debussys, Saint Saens‘ und Faurés. Nadia Boulanger wiederum hatte als Organistin in Paris eine enge künstlerische Verbindung zu Fauré, und Ravel zählte zu den bevorzugten Mitgliedern ihrer privaten „Boulangerie“, einem Treffpunkt der französischen Musikwelt. Und: Jaqueline Fontyn aus Belgien war Schülerin von Nadia Boulanger. Alles in allem sozusagen eine Generationen übergreifende große musikalische Familie rund um die französische Metropole.

Bereichert wird das „frankophile“ Programm mit Werken von Haydn, Beethoven, Grieg, Schumann, Mendelssohn, Brahms und einem brandneuen Streichquartett der bulgarischen Komponistin Dobrinka Tabakowa.

1. September: Das Berliner Mariani-Klavierquartett spielt Werke von Beethoven, Schumann und Fauré.

2. September: Starpianist Alexandre Tharaud aus Paris ergänzt sein französisches Programm (Saties Trois Gymnopédies und La Valse von Ravel) mit Griegs Holberg Suite und zwei Beethoven-Sonaten (op. 109 und op. 110).

3. September: „The French-American Connection“ – so nennen die Interpreten (Arcis Saxofon Quartett und das Duo Cello/Klavier von Raphaela Gromes und Julian Riem) ihr Programm. Hier treffen Saint Saens, Debussy und Ravel auf Bernstein und Gershwin.

4. September: Sonaten von Mendelssohn, Brahms, Satie und Ravel spielt das Duo Violine/Klavier von Antje Weithaas und Silke Avenhaus.

5. September: Streichquartette von Haydn, Debussy, Mendelssohn sowie das Auftragswerk von Dobrinka Tabakova hat das Goldmund-Quartett auf seinem Programm.

6. September: Zum siebenten Mal gibt es ein Wiedersehen mit dem Cellisten Maximilian Hornung. In Begleitung des Pianisten Herbert Schuch kommen Duos von Beethoven, Poulenc, N. Boulanger und Franck zur Aufführung.

7. September: Auch das Morgenstern-Trio war schon mehrmals zu den Sommerkonzerten eingeladen. Auf dem Programm stehen Klaviertrios von Jaqueline Fontyn und Schumann. Und als krönender Abschluss der diesjährigen Traunsteiner Sommerkonzerte wird, zusammen mit dem Goldmund-Quartett, das Konzert für Violine, Klavier und Streichquartett von Ernest Chausson aufgeführt.

Weitere Informationen zum Programm gibt es unter www,traunsteiner-sommerkonzerte.de; Kartenreservierung unter Telefon 0861/2099660 oder per E-Mail an traunstein.sommerkonzerte@t-online.de

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