Amerang – Der Chiemgauer Sommer und die Kultur – eine Kombination, die auf Schloss Amerang ihre schönste Erfüllung findet! Und nicht nur im Schloss selbst erklingt Musik, sondern zum zweiten Mal auch auf dem Gestüt Schloss Amerang. Hier verwandelt sich die voll verglaste Panorama-Reithalle an fünf Abenden in eine Bühne mit Aussicht.
Musikgenuss zum Schwelgen garantiert die opulente italienische Operngala mit internationalen Solisten, dem Chor und Sinfonieorchester der Opernfestspiele Schloss Amerang. Die beliebtesten Arien werden launig moderiert von Kabarettist Django Asül, der ein paar Tage später solo zu erleben ist. Gespannt sein darf man, wie sich die erfolgreiche „La Traviata“ erstmals auf der großen Gestütsbühne macht. Einzige Vorstellung ist am Samstag, 29. Juni.
Zwei weitere Publikumslieblinge kommen nun auch erstmals an diesen neuen Spielort: Am Sonntag, 23. Juni, heizt die Coverband „Auf A Wort“ der legendären österreichischen Ohrwurm-Pop-Band STS den Gästen ein mit „Fürstenfeld“ & Co. Und am Freitag, 28. Juni, tritt die „Simon & Garfunkel Revivalband“ erstmals zusammen mit dem One World String Quartett auf.
Opern in der Tradition des Belcanto
Zum fünften Mal veranstaltet der Förder- und Kulturverein Schloss Amerang einen Opernreigen, der sich inzwischen weit über den Chiemgau hinaus einen Namen gemacht hat. Die Schirmherrschaft hat neben Opernsängerin Grace Bumbry in diesem Jahr der CSU-Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner übernommen. Sechs Inszenierungen stehen dieses Jahr auf dem Programm, darunter zwei Premieren im Sommer – und eine Uraufführung im Herbst.
Hinter dem Erfolg der Festspiele Schloss Amerang steckt der Intendant und Regisseur Ingo Kolonerics, der es zusammen mit dem Bühnenbildner Hendrik Müller schafft, Oper klassisch und werktreu gegen den Trend des modernen Regietheaters zu inszenieren.
Das Opernerlebnis auf Schloss Amerang ist ein intimes. Denn ähnlich einem kleinen italienischen Logentheater prunkt der Renaissance-Arkadenhof mit einer hervorragenden Akustik, unmittelbarer Nähe zum Bühnengeschehen und guter Sicht von allen Plätzen. Die Oper wird hier in der Tradition des Belcanto noch gepflegt.
Zum Dauerbrenner entwickelt sich Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ und Verdis Oper „Rigoletto“. Den 19. und 20. Juli müssen sich Opernfans rot im Kalender anstreichen: Am Freitag feiert „Lucia di Lammermoor“ von Donizetti Premiere und am Samstag „Don Giovanni“ von Mozart, von dem es am 27. Juli noch eine zweite Vorstellung gibt.
Volksmusik
und Crossover
Im festlich illuminierten Innenhof von Schloss Amerang beginnt die Sommerkonzerte-Saison am 5. Juli. Dort gibt es gleich zwei Sommernachtsträume: einmal „Midsummer Nights Dream“ von William Shakespeare in englischer Sprache mit der American Drama Group (9. Juli) und zum anderen der Festspiele-Abend „Ein Sommernachtstraum“ mit den Lieblingsstücken der Schlossherren, Orchester und Solisten (12. Juli).
Eine wunderschöne Kulisse bildet der zweistöckige Arkadenhof auch für Ensembles, die sich der klassischen bayerischen Volksmusik widmen. Die Fraunhofer Saitenmusik kommt am Donnerstag, 25. Juli, zusammen mit der bayerischen Schauspielerin Conny Glogger. Eine Matinee mit dem Humoristen Toni Lauerer und dem Niederbayerischen Musikantenstammtisch gibt es am Sonntag, 4. August.
Eine Neuentdeckung ist unter anderem der Gitarrist Luca Stricagnoli, der gerade auf umjubelter Welt-Tournee ist. Ebenfalls erstmals zu hören ist das Ensemble Mosaïque mit der „Zauberhaften Harfe“, einem Programm mit Werken von Mozart und Debussy.
Am 19. Oktober schreibt Schloss Amerang mit einer Opern-Uraufführung Musikgeschichte: „Persepolis“ des dänischen Komponisten Jeppe N. Jacobsen erblickt in der Inszenierung von Ingo Kolonerics, der auch das Libretto schrieb, das Licht der Bühnenwelt! Diese Vorgeschichte der Zauberflöte ist ein historisches Drama um Macht, Liebe und Verrat. Jeppe Jacobsens Musikstil schließt an die Traditionen der großen Komponisten des 18. und d 19. Jahrhunderts an.
Die Uraufführung findet im Rahmen der Herbstfestspiele statt (18. bis 20. Oktober). Vor „Persepolis“ gibt es den Internationalen Gesangswettbewerb „Grandi Voci“ – eine Talentschmiede, die über 150 Bewerber anzieht. Beim Finale am 18. Oktober kürt das Publikum den Opernstar von morgen. Am 20. Oktober folgt noch eine Matinee mit Prokofjews Musikmärchen „Peter und der Wolf“ und dem Schauspieler Gerd Anthoff als Sprecher. Dazu spielt das Orchester der Opernfestspiele Schloss Amerang.
Zum Abschluss des Jahres gibt es noch die Adventsfestspiele – mit fünf Konzerten, unter anderem das Adventssingen mit den Riederinger Hirtabuam, Martina Eisenreich zusammen mit dem Kinderchor Stella Cadente und eine weihnachtliche Operngala.
Mit dem fast privaten Weihnachtskonzert am zweiten Weihnachtsfeiertag endet der Musikreigen im Jahr 2019 auf Schloss Amerang.