Die Faszination der Chiemseeregion ins Bild gebracht

von Redaktion

Die Ausstellung „Kunst im Chiemgau“ zeigt 90 Werke aus 200 Jahren im Exter-Kunsthaus in Feldwies

Übersee – Der Chiemsee und seine Umgebung hat Maler schon vor über 200 Jahren bezaubert. Beispiele davon zeigt bis Sonntag, 23. Juni, die Ausstellung „Kunst im Chiemgau – Malerei und Grafik von Balwé bis Wopfner“ im Exter-Kunsthaus in Feldwies. In Zusammenarbeit mit der Galerie Wichmann aus Bernau und aus Privatbesitz werden rund 90 Bilder von 60 Malern aus dem 19. und 21. Jahrhundert gezeigt. Darunter sind so bekannte Namen wie Joseph Wopfner, Alfred Haushofer, Karl und Fritz Raupp, Rudolf Sieck, Bartholomäus Wappmannsberger, Eugen Croissant, Anton Müller-Wischin, Curd Heyden, Georg Maxon, Sigi Braun, Christian Peschke, Brynolf Wennerberg, Ernst Haas und viele andere.

Zu finden sind viele Motive rund um den Chiemsee, Uferwege, idyllische Szenen mit und ohne figürliche Darstellungen wie Joseph Wopfners Fischer im Boot am See, eines seiner Lieblingsmotive. Auch bedeutende Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts gibt es in der Präsentation, etwa verschiedene Motive des international bekannten, vor zwei Jahren verstorbenen Künstlers Christian Peschke, Jahrgang 1947. Als Repräsentant der realistischen und surrealistischen Formenwelt zählt er zur klassischen Moderne. Die Ausstellung zeigt zum Beispiel seine Ölbilder „Die Kämmende“ und „In der Manege“ oder den „Mädchenkopf“ in feinem Aquarell in der charakteristischen Formensprache Peschkes.

Bezaubernd sind die großen Landschaftsbilder von Anton Hötzendorff wie „Herbstlandschaft“ und „Moor bei Grassau“, die die Weite der Landschaft und ihre Atmosphäre einfangen. Mehrere farbenprächtige Acrylbilder steuert die in Rimsting lebende Künstlerin Greta Fischer bei.

In einer Vitrine im gleichen Raum sind kleine Kostbarkeiten des 1936 geborenen Curd Heyden zu finden wie „Ernte am Chiemsee“ und die vier kleinen Bildchen „Vier Jahreszeiten“. Heydens Arbeiten sind von einem farbenfreudigen, kontrastreichen Naturalismus bestimmt. Neben einem zartrosa Rosenbild des Marquartsteiner Rosenmalers Anton Müller-Wischin gibt es auch einige andere Blumenstillleben in Vasen wie den wunderschönen „Kleiner Gartenstrauß“ von Arnold Balwé, der fast in Sichtweite des Exter-Hauses wohnte.

Im Atelier selbst sind als Dauerausstellung wie immer über 30 Werke von Julius Exter zu sehen, die schon Appetit auf die diesjährige große Exter-Ausstellung von Ende Juni bis Mitte September machen.

Bis 23. Juni

Die Ausstellung „Kunst im Chiemgau“ – Malerei und Grafik von Balwé bis Wopfner ist bis Sonntag, 23. Juni, täglich – ausnahmsweise auch montags – von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Für Gruppen gibt es Führungen nach telefonischer Anmeldung unter der Telefonnummer 08642/895083.

Artikel 1 von 11