Rosenheim – Das Theater „Regie als Faktor“ widmet sich seit März einer Theaterserie zu Robert Musils Opus Magnum, dem „Mann ohne Eigenschaften“. In der letzten Folge vor der Sommerpause geht es um die deutschnationalen Studenten in Österreich, die Propaganda für die Idee betreiben, dass sich Österreich an das Deutsche Reich anschließen solle. In den Kapiteln um den Anführer der Burschenschaft Hans Sepp, seine halbjüdische Freundin Gerda und ihre Kumpanen kommt die berühmte Musil’sche Ironie voll zum Ausdruck. In der Inszenierung von Valerie Kiendl und Dominik Frank versuchen sich Elisabeth McCarthy (Gerda) und Justus Dallmer (Hans Sepp) an der unmöglichen Herausforderung, dem Publikum anhand des zeitgleich stattfindenden EM-Qualifikationsspiels Deutschland – Estland die Überlegenheit nicht nur der deutschen Nationalmannschaft zu demonstrieren, ganz unabhängig davon, wer gewinnt. Die einmalige Vorstellung findet am Dienstag, 11. Juni, um 20 Uhr in der Vetternwirtschaft, Oberaustraße 2, statt. Um Kartenreservierung wird aufgrund der begrenzten Plätze gebeten, zu den Öffnungszeiten der Vetternwirtschaft unter Telefon 08031/44345 oder per Mail an info@regiealsfaktor.de.