„Eine Leitfigur des Lebendigen“

von Redaktion

Ausstellung mit Werken von Peter Tomschiczek in Priener Galerie im Alten Rathaus

Prien – Werke des Künstlers Peter Tomschiczek sind derzeit in der Priener Galerie im Alten Rathaus zu sehen. Strahlende Farben erfüllen die Räume und bringen auch die Besucher zum Strahlen.

Die großformatigen Mischtechniken sind in Serien eingeteilt. So im Obergeschoss die Serie „Bilder vom Meer“, auf denen die Farben Blau und Türkis dominieren. Die Orte der mediterranen Welt sind die kroatischen Inseln Losinij und Cres. Sie sind die zweite Heimat des Bad Aiblingers und inspirieren ihn zum Malen. Das kalkige Blaugrün wirkt wie die Essenz des Salbeis, der auf Cres reichlich wächst. Und in den feinen Blautönen spiegelt sich das Wasser der Adria.

Die Serien „Gatterwege“ und „Schafweiden“ rühren von der karstigen Insel Losinj, die zum großen Teil mit Maccia-Gestrüpp überwachsen ist. Der Betrachter sieht vor seinem inneren Auge Hirten mit ihren Schafherden, die in archaischen Zeiten diese Landschaften durchzogen.

Andere elementaren Seh- und Lebenserfahrungen machte Peter Tomschiczek in Afrika. Er reiste in den Westen des Kontinents, durchstreifte den Senegal, Gambia, Mali, Burkina Faso, Togo und Benin. Daraus stammen die Serien „Senegambia“ und „Obervolta“ (französisch Haute-Volta nach dem Fluss Volta, heute Burkina Faso) in Erd- und Brauntönen.

Im Zentrum der Serie „Nature Morte“steht der Tod. Die Überreste von überfahrenen Katzen bis zu getöteten Viehdieben sind trotz der Abstraktion meist in der Farbe Rot zu erahnen.

Neben der großformatigen Bilder sind mittel- bis kleinformatige Aqua-Radierungen, Druckschriften und Lithografien zu sehen aus der „Figurenserie“.

Tomschiczek hatte seine Laufbahn mit einer Siebdruckerlehre begonnen und nach der Kunst- und Handwerkerschule in Würzburg folgte ein Studium der Bildenden Künste in Nürnberg. Seit 1963 arbeitet und lebt er als freischaffender Künstler. Im Vordergrund stehen sein aufmerksamer Blick für die Wirklichkeit, seine Naturverbundenheit und sein Einfühlungsvermögen, das jedem Bild seine Intensität verleiht.

Bei der Ausstellungseröffnung sagte Professor Dr. Andreas Kühne von der Münchner Akademie der Schönen Künste: „Ich habe die Bilder von Peter Tomschiczek immer als eine Leitfigur des Lebendigen erfahren“.

Bis 14. Juli

Die Ausstellung in der Priener Galerie im Alten Rathaus ist bis 14. Juli dienstags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen.

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