Eine Hommage an den Duke

von Redaktion

Michael Hornstein und Oliver Hahn präsentieren als Duo im „Le Pirate“ Musik von Duke Ellington

Rosenheim – Duke Ellington (1899 bis 1974) war einer der produktivsten und einflussreichsten Jazzmusiker überhaupt, rund 2000 Kompositionen hat der Großmeister des Swing und Jazz hinterlassen. Er war weltweit auf ausgedehnten Tourneen unterwegs, in Europa von Norwegen bis Portugal, konzertierte gerne und oft in Afrika.

Der Saxofonist Michael Hornstein und der Pianist Oliver Hahn präsentierten unter dem Titel „Ellington Now“ im „Le Pirate“ eine kleine Hommage an den großen Musiker. Dabei war es schon einmal eine Leistung, die meist für Big Band konzipierten Stücke entsprechend für eine Minimalbesetzung umzuarrangieren, denn der „Duke“ war meist mit großem Orchester unterwegs.

Hornstein und Hahn begannen mit einem kaum erkennbaren „Take the A Train“, mit einem dramatisch-rhythmischen Piano und einem versonnenen Sax, als Duo noch leicht dissonant auf der Suche, aber immer harmonischer agierend. Im Übergang zur Klassik und mit zunehmendem Groove spielten sich die beiden ein. Nostalgisch und mit warmem Ton geriet „Do nothing ‘till you hear from me“, gefolgt von „Isfahan“, einer Erinnerung des Duos an einen eigenen Auftritt auf einer persischen Hochzeit in Altötting. Fein und dezent entwickelte sich das melodische Stück, ein wenig fm Träumen und Dahinschmelzen. Die Sonne schien durch im „Warm Valley“ und eine Steigerung im Tempo erfuhr der mit einigen Anekdoten gewürzte Auftritt in „Don´t mean a thing“, einem „Klassiker“ des Duke mit hohem Wiedererkennungswert.

Hohe Energie vom Piano, rasante Läufe und längere Improvisationen würzten das Stück, mehrfach gab es Zwischenapplaus. Im Kontrast dazu wieder ein wenig Ruhe im melancholisch geprägten „I got it bad“, in dem das Saxofon immer wieder die trügerische Ruhe aufbegehrend durchbrach. Mit viel Dynamik, Tempo- und Rhythmuswechseln und einem reizvollen Dialog zwischen Piano und Saxofon mit originellen Einsprengseln beendeten Hornstein und Hahn den ersten Teil und überzeugten das neugierige und begeisterungsfähige Publikum.

Artikel 5 von 8