Oberaudorf – Das Team der Musikfilmtage Oberaudorf hat auch dieses Jahr ein spannendendes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt: Von großen internationalen Produktionen wie „Bohemian Rhapsody“ und „Rocketman“, die man als Open-Air Vorführungen in ganz besonderer Atmosphäre genießen kann, über jazzige US-Independent-Perlen wie „Noah Wise“ bis zu den experimentellen Kurzfilmen von Jung-Regisseur Alexander Peskador, ist für jeden Musik- und Filmgeschmack etwas geboten.
Eröffnet werden die 12. Musikfilmtage Oberaudorf am Mittwoch, 3. Juli, mit der feierlichen Vorstellung des Dokumentarfilms „Ressaca“. Der Film erzählt in betörend schönen Bildern vom Überlebenskampf des Teatro Municipal in Rio de Janeiro, als die Stadt nach ihrem Bankrott die Zahlungen einstellt.
Spannende Dokumentationen
Fans von Dokumentarfilmen kommen beim Oberaudorfer Festival auf ihre Kosten und können sich auf spannende Reisen in fremde Länder, in andere Zeiten und zu den unterschiedlichsten musikalischen Traditionen freuen: „Astor Piazzolla“ führt in die Musikszene Argentiniens der 50er-Jahre und erzählt die Lebensgeschichte des legendären argentinischen Komponisten und Begründers des Tango Nuevo. Bei „Le Grand Bal – Das große Tanzfest“ findet man sich inmitten der französischen Auvergne auf einem sieben Tage und acht Nächte andauernden Tanzfest wieder.
In „Arrivederci Saigon“ begibt sich eine italienische Mädchenband 1968 auf eine Tour nach Fernost, mitten in die Wirren des Vietnamkrieges. Dem Modern-Dance wird in „Draw a Line“ gehuldigt, der die Entstehung eines neuen Stückes von US-Choreograf Richard Siegal begleitet. „Ode an die Freude“ erzählt von einem engagierten Jugendorchester in Hamburg, in dem Jugendliche aus sozialen Brennpunkten an Musik und das gemeinsame Musizieren herangeführt werden. In „Lionhearted – Aus der Deckung“ lernen die Zuschauer den Boxtrainer des TVS 1860 München und seine Schützlinge kennen, die durch eine Reise nach Ghana einen neuen Blick auf das Leben bekommen.
Auch Spielfilme kommen nicht zu kurz. So präsentieren die Musikfilmtage die Vorpremiere von „Yesterday“, dem neuen Film von Kult-Regisseur Danny Boyle. In der französischen Produktion „Der Klavierspieler vom Gare du Nord“ wird die Geschichte eines außergewöhnlichen Talents erzählt. Und es gibt die Gelegenheit den mehrfachen Lola-Gewinner „Gundermann“ von Andreas Dresen noch einmal auf der großen Leinwand zu sehen.
Als Kinderfilm wird die neueste Produktion von Marcus H. Rosenmüller gezeigt. „Unheimlich perfekte Freunde“ ist eine wundervolle Abenteuergeschichte mit viel Herz und Humor.
Margarethe
von Trotta kommt
Das vielseitige Filmprogramm wird durch ein schon traditionelles Rahmenprogramm abgerundet. Zum Frühschoppen am Sonntag, 7. Juli, in der Oberaudorfer Privatbrauerei erwartet Festivalleiter Markus Aicher die Regisseurin Margarethe von Trotta, den Schauspieler Alexander Held und den Filmmusikkomponist Marcel Barsotti für ein anregendes Publikumsgespräch.