Amerang – Die Pocci-Gesellschaft hat Cornelia von Kerssenbrock, die musikalische Leiterin des Immling- Festivals und Festival-Intendant Ludwig Baumann mit dem Pocci-Preis ausgezeichnet.
Die Ehrung geht an Künstler, die im Sinne des Grafen Pocci (1807 bis 1876) besonders hervorgetreten sind. „Er lebte für seine Kunst“, so Dr. Michael Köhle, der Vorsitzende der Pocci-Gesellschaft. Franz Graf von Pocci widmete sich mit Leib und Seele dem Marionettentheater, malte Kulissen, entwarf Kostüme und zeichnete sogar die Eintrittskarten. Zu den berühmtesten Figuren, die Pocci geschaffen hat, gehört der Kasperl Larifari. Pocci war auch Hofmusikintendant und Interimsintendant an der Bayerischen Staatsoper.
Verliehen wurde der Preis vor der Vorstellung der diesjährigen Neuinszenierung von Wolfgang Amadeus Mozarts „Don Giovanni“. Schließlich haben der Kasperl Larifari und Leporello, der Diener Don Giovannis, viel gemeinsam: „Beide sind Lebenskünstler, die sich ihre durchaus bissig-sarkastischen Kommentare zum Erlebten nicht verkneifen können“, so Dr. Michael Köhle.
Intendant Ludwig Baumann bedankte sich für den Preis: „Letztes Jahr habe ich ein Kasperltheater bauen lassen und darin zusammen mit meiner Schwägerin ‚Kasperl im Opernland – Die Zauberflöte‘ zur Aufführung gebracht. Ich war der Kasperl und meine Schwägerin der Seppel. Heute habe ich mit Verena von Kerssenbrock vor der Vorstellung ausgemacht, dass wir wieder Kasperl-Theater in Immling spielen werden – und nächstes Mal mit meiner Frau als Krokodil“.
Das Immling-Festival zeigt noch bis 18. August im Rahmen der Festspiel-Veranstaltungen eine Ausstellung über Franz Graf von Pocci. Zu sehen sind satirische Zeichnungen. Außerdem wird Poccis Beitrag zur Entwicklung und drucktechnischen Präsentation der Entwicklung des Humors und der Satire in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gezeigt. Der Eintritt ist frei; zu sehen nur zu den Veranstaltungen des Festivals.