Neues Leben für überlieferte Melodien

von Redaktion

Aus dem Volksmusikarchiv Frisch erschienene CD „Volksmusik – Ohne Worte 2“ mit vielfältigen Beispielen regionaler Musikkultur

Nach der sehr beliebten, im Jahr 2011 von Martin Prochazka für das Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern zusammengestellten CD „Volksmusik – Ohne Worte 1“ mit gemischten Klängen mit Stubenmusik und anderen kleinen Besetzungen wurde bei der zweiten CD der Reihe die geblasene Musik in Oberbayern in den Mittelpunkt gestellt.

Die aus vielen Orten erhaltenen Notenhandschriften der Musikanten aus den letzten 250 Jahren geben Einblick in die Musikausübung früherer Generationen auf dem Land, in den Städten und den Klöstern. Zehntausende Melodien, etwa für Märsche und Aufzüge, für Landler, Walzer, Polka, Schottisch, Mazurka, Galopp, für Zwiefache, Menuette, Pastorellen oder Liederweisen sind aufgeschrieben. Das „Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern“ sammelt diese Zeugnisse musikalischer Volkskultur, arbeitet die alten Noten mit heutigen Musikanten durch und stellt ausgewählte Beispiele in neuen Noten und CDs als „Dokumente regionaler Musikkultur in Oberbayern“ der Öffentlichkeit vor.

Mit der CD-Reihe „Volksmusik ohne Worte“ kommt der Bezirk Oberbayern einem vielfach geäußerten Wunsch aus der Bevölkerung nach: Instrumentale Volksmusik unserer Heimat zum Anhören, abwechslungsreiche Besetzungen und Klänge in überlieferter und neugestalteter Weise.

Die seit Juli 2019 vorliegende neue CD „Volksmusik – Ohne Worte 2“ enthält 40 Instrumentalstücke für viele Arten von Blasmusik – früher und heute – vom kleinen Holzbläsertrio zum Bläserquartett, über die Blechmusik und Tanzmusik bis zur großen dörflichen Blasmusik und kann zum Selbstkostenpreis (zehn Euro zu züglich Versandkosten) im Volksmusikarchiv (Krankenhausweg 39, 83052 Bruckmühl, E-Mail: volksmusikarchiv@bezirk-oberbayern.de) bestellt werden.

Es wurden über 20 verschiedene lebendige Klänge ausgewählt, gespielt nach Noten oder auswendig – alles Eigenaufnahmen des Bezirks Oberbayern. Bei der Zusammenstellung haben wir besonders auf Abwechslung geachtet – frei nach dem Motto „bläserisch – festlich – tänzerisch“.

Aus dem Verbreitungsgebiet der OVB-Heimatzeitungen sind viele Musikanten aus dem Mangfalltal, Inntal und dem Chiemgau zu hören. Die alten und neuen Notenvorlagen stammen aus Rosenheim, Kirchdorf, Haag, Erl/Inn, Prien, Grassau, Kloster Weyarn, der Holledau, Tegernsee, dem Leitzachtal, München, Berchtesgaden und dem Wasserburger Land.

Bezirkstagspräsident Josef Mederer schreibt im Vorwort: „Mein besonderer Dank richtet sich an die Musikanten aus allen Teilen Oberbayerns, die auf dieser CD zu hören sind. Sie geben den überlieferten Melodien aus 250 Jahren oberbayerischer Musikgeschichte ein neues Leben.“

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